Geilenkirchen - Stadtfreundschaft: Auch in der Not nah beim Städte-Partner

Stadtfreundschaft: Auch in der Not nah beim Städte-Partner

Von: g.s.
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Willy Davids, der Vorsitzende der Partnerschafts-Pfleger, seine beiden Stellvertreter Klaus Striebinger (v.l.) und Robert Süßenberger sowie Schatzmeister Norbert Fischer (v.r.) blicken auf eine intakte Städtepartnerschaft Geilenkirchen-Quimperlé. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In zwei Jahren feiert die Stadtfreundschaft Geilenkirchens mit dem französischen Quimperlé offiziell ihr 50-jähriges Bestehen. Auf dieses große Ereignis hat nun der Vorsitzende des Vereins zur Pflege der Städtepartnerschaft, Willy Davids, bei der Mitgliederversammlung hingewiesen.

Er reflektierte auch das katastrophale Hochwasser, von dem Quimperlé im Winter viermal betroffen war. Rund 50 Einwohner haben bis jetzt noch nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. „Zwei Häuser sind so schwer betroffen, das sie abgerissen werden mussten“, schilderte der Vorsitzende. Willi Pfeifer und Robert Süßenberger kreierten die Idee zu einer Spendenaktion, die von Bürgermeister Thomas Fiedler tatkräftig unterstützt worden sei.

Die Spendenbereitschaft der Geilenkirchener spülte bislang 12.600 Euro in die Kassen, die in diesen Tagen nach Quimperlé überwiesen wurden. „Das Geld ist als Soforthilfe für betroffene Familien gedacht“, erläuterte Willy Davids. Auch ein Aufruf von Realschuldirektor Peter Pauli fruchtete; die Realschüler sammelten ebenfalls für die Not leidenden Menschen in Quimperlé und bekamen 1500 Euro zusammen. Dass die Sammelaktion noch nicht beendet ist und weitere Spenden willkommen sind, betonte der Vorsitzende.

Die Freundschaft zwischen der Stadt aus der Bretagne und der aus dem Rheinland zählt zu den ältesten deutsch-französischen Partnerschaften. Auf beiden Seiten sorgen die Menschen dafür, dass die Jumelage (wörtlich: Zusammenfügung) ständig mit Leben erfüllt wird und so weiter „die Früchte geerntet werden können, die in der Gründungszeit gepflanzt worden sind“, hieß es.

Willy Davids ging im Hotel Jabusch auf die Begegnungen und Austauschaktionen im Jahr 2013 aller dem Verein angeschlossenen Gruppen ein und erinnerte an die Begegnungen der Landwirte, der Freunde von Quimperlé aus Nieder­heid, der Roten Funken Würm, des FC Germania Bauchem, der Freunde der Feuerwehr Quimperlé und der Realschule.

Vizevorsitzender Klaus Striebinger nannte in diesem Zusammenhang das Stichwort Praktikantenaustausch, der leider rückläufig sei. Das sei nicht zuletzt der Schließung des Tourismusbüros in Quimperlé geschuldet; dort hätten Geilenkirchener Interessenten früher ein Praktikum absolvieren können. Insgesamt lägen aber fünf Anfragen von beiden Seiten vor. Klaus Striebinger schilderte andererseits, dass Morgan le Roux aus Quimperlé schon mehrere Praktika in Geilenkirchen habe absolvieren können. Derzeit werde sie als Trainee bei der Softwareschmiede CSB ausgebildet.

Eine offizielle Delegation der Stadt Quimperlé wird über Christi Himmelfahrt in Geilenkirchen zu Gast sein, informierte Willy Davids. Mit dabei sein wird dann der neu gewählte Bürgermeister. Denn: „Alt-Bürgermeister Alain Pennec tritt nicht mehr an“, sagte Geilenkirchens Amtskollege Thomas Fiedler. Bei den Wahlen am Sonntag habe keiner der Kandidaten die notwendige Mehrheit von mindestens 50 Prozent der Stimmen erreicht. So sei für den kommenden Sonntag ein zweiter Wahlgang angesetzt.

Schatzmeister Norbert Fischer lieferte der Versammlung den Kassenbericht, die Revisoren bestätigten ihm eine gute Haushaltsführung. Und dass die Zuschüsse für Austauschmaßnahmen in bisheriger Höhe beibehalten werden, rundete als Information die harmonische Versammlung ab.

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