Stadtbücherei: Frauen vom Förderverein lesen mit Flüchtlingskindern

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
11423874.jpg
Maria Röhlen (3.v.l.) und Dolmetscherin Naima Azizi (4.v.l.) brachten den Flüchtlingen auch mal mit Händen und Füßen die Geschichte von Ente Ella näher. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Große und kleine Gänse eint die Sprache. Denn sie schnattern und quaken alle, egal, ob leiser, lauter, höher oder tiefer. Dass Sprachbarrieren keine Rolle spielen, wenn es darum geht, dass Menschen verschiedener Herkunft zusammentreffen, um ein Buch zu lesen, das demonstrierten nun die Frauen vom Förderverein „Freunde und Förderer der Stadtbücherei Übach-Palenberg“.

Sie luden Arabisch sprechende Flüchtlingskinder ein, um bei einer Vorlesestunde in der Stadtbücherei an der Comeniusstraße die Geschichte von Ella kennenzulernen. Letztere ist eine von Autorin Monika Dittrich erfundene Gans, die den Gänsemarsch blöd findet und lieber fliegt. Sie machte es der Vorsitzenden Maria Röhlen vom Förderverein auch leicht, den Zugang zu den Flüchtlingskindern zu bekommen. Das war trotz der auftretenden Verständigungsprobleme dann doch noch ein richtig großer Spaß.

Eigentlich hatten die Veranstalter vorgebeugt und Naima Azizi als Arabisch sprechende Dolmetscherin engagiert. „Aber zwischen Hocharabisch und marokkanischem Dialekt gibt es trotzdem Unterschiede“, so Azizi.

Dennoch wurde Satz für Satz erst in Deutsch gelesen und dann mit vielen Gebärden und auch Geräuschen so übersetzt, dass auch diejenigen, die noch kein Deutsch können, ihren Spaß am Bilderbuch hatten. Quaken war dabei Pflicht, auch das Piepen von jungen Vögelchen wurde perfekt imitiert, und am Ende halfen Kinder wie der siebenjährige Ahmed dabei, dass die Gänse-Geschichte nicht unterging.

Gelungene Integration

Mit Händen und Füßen klappte alles, und es tat der hervorragenden Laune bei dieser gelungenen Lesestunde keinen Abbruch. „Mir ist es wichtig, an die Flüchtlinge, die neu zu uns kommen, heranzutreten und ihnen die deutsche Kultur näherzubringen“, sagte Maria Röhlen am Rande der Veranstaltung.

So könne die Integration in die Gesellschaft gelingen. „Sie sind zudem die Leser von morgen, und da der Förderverein einen Bildungsauftrag hat, möchte ich in diesem Bereich aktiv sein“, schloss sie.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert