Stadt will Bücher der Bibliothek an Schulen und Kitas verschenken

Von: jpm
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Warten diese Bücher bald in den städtischen Schulen auf Leser? So plant es die Verwaltung. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. Nach der Schließung ihrer Bücherei möchte die Stadt Übach-Palenberg die rund 20.000 Medien an die Schulen und Kindergärten in der Stadt verschenken.

Dies bringt die Verwaltung selbst in der aktuellen Ausgabe des Amtsblatts mit Blick auf den sogenannten runden Tisch ins Gespräch, der voraussichtlich am 4. April stattfinden soll. Voraussetzung hierfür wäre eine entsprechende Ratsentscheidung, heißt es.

Physische Abwicklung

Eigentlich sollte es bei diesem Termin um „alternative“ Möglichkeiten gehen, den Buchverleih aufrechtzuerhalten. Stattdessen scheint sich das zu bewahrheiten, was Kritiker der Schließung längst befürchtet hatten: Es wird eher um die Frage der physischen Auflösung gehen, also um die Frage: Wohin jetzt mit all den Büchern?
Ein Teil des Bestands in nicht bekannter Größe war unmittelbar vor der Schließung ohnehin schon  an Büchereikunden verkauft worden.

In dem Amtsblatt-Artikel bemüht die Stadtverwaltung sich redlich darum, die Wogen zu glätten und den Verlust der Bücherei zu relativieren. In der Stadt gebe es ja schließlich nach wie vor zahlreiche weitere Bibliotheken, und zwar an den Schulen und Kindergärten, heißt es. Wenn die Bücher dorthin gingen, „könnte der Bildungsgedanke auf der Grundlage von Büchereien für unsere Kinder und Jugendlichen nicht nur erhalten, sondern weiter gestärkt und ausgebaut werden“.

Weiter wird klargestellt, dass die Bücherei lediglich „371 potenzielle Nutzer“ gehabt habe. Die von anderer Seite in Umlauf gebrachte Zahl von 1020 beziehe sich auf einen Zeitraum von mehreren Jahren, einzelne Nutzer seien also mehrfach gezählt worden. Auch die Leitung der Bücherei hat gegenüber unserer Zeitung zwischenzeitlich bestätigt, dass dies zutreffend ist.

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