Geilenkirchen - Stadt Geilenkirchen sucht dringend Wohnungen

Stadt Geilenkirchen sucht dringend Wohnungen

Von: st
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Die städtischen Flüchtlingsunterkünfte wie hier am Bahnhof sind restlos belegt. Die Stadt Geilenkirchen sucht nun dringend Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Die Stadt Geilenkirchen sucht dringend Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Wie Yvonne Wolf, Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte der Stadt Geilenkirchen, erklärt, befinden sich 239 Flüchtlinge in einem laufenden Asylverfahren. Ob sie ein Bleiberecht haben, ist noch nicht entschieden.

Sie leben in den städtischen Unterkünften am Bahnhof und in der August- Thyssen-Straße, in 17 Häusern in der Fliegerhorstsiedlung in Teveren und in angemieteten Wohnungen im ganzen Stadtgebiet.

Dazu leben in Geilenkirchen 42 anerkannte Flüchtlinge, die ein Bleiberecht haben. „Das Integrationsgesetz gibt vor, dass diese Menschen in den nächsten drei Jahren in der Stadt wohnen müssen“, sagt Yvonne Wolf. Diese 42 anerkannten Flüchtlinge sind Transferleistungsempfänger des Job-Centers, sofern sie keine feste Arbeitsstelle haben. Sie erhalten vom Job-Center die zu zahlende Miete und Regelleistungen, die den Leistungen für einen Hartz-IV-Empfänger entsprechen.

„Diese anerkannten Flüchtlinge leben derzeit noch in den städtischen Flüchtlingsunterkünften, obwohl sie sich auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung suchen müssen“, sagt Wolf, die nun weitere Probleme auf die Stadt zukommen sieht: „Ende des Monats erwarten wir 30 weitere anerkannte Personen mit einer Wohnsitzauflage.“ Dabei handelt es sich um anerkannte Flüchtlinge aus größeren Städten, die ihr Flüchtlingskontingent überschritten haben.

Das bedeutet, dass derzeit 72 Menschen mit Wohnungen versorgt werden müssen. Diese Zahl wird in den nächsten Monaten weiter steigen. „Es werden einerseits weitere Asylbewerber im laufenden Verfahren anerkannt. Und die Zuweisung von Flüchtlingen mit einer Wohnsitzauflage wird steigen, weil unsere Quote bei weitem nicht erfüllt ist“, sagt die Integrationsbeauftragte. Um die Erfüllungsquote zu erreichen, müsse die Stadt noch 118 anerkannte Flüchtlinge aus den Ballungszentren aufnehmen.

Unter den Flüchtlingen, so Wolf, befinden sich viele Alleinreisende, die sich auf der Suche nach einer Wohnung in Konkurrenz zu den Singles befinden. Wolf benötigt deshalb viele kleine Wohnungen, „aber auch eine große Wohnung für eine 14-köpfige Familie“. Sie betont, dass der Vermieter kein Risiko eingeht.

„Bei Arbeitslosigkeit wird die Miete nach den gesetzlichen Vorgaben vom Job-Center bezahlt“, sagt sie. Und sie versichert auch: „Ich begleite und unterstütze die Flüchtlinge auch dann, wenn sie von der Stadt keine Leistungen mehr beziehen.“

Wer eine Wohnung an anerkannte Flüchtlinge vermieten möchte, wende sich an Yvonne Wolf im Geilenkirchener Rathaus unter Telefon 02451/62 93 21 oder per Mail an yvonne.wolf@geilenkirchen.de

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