St.-Ursula-Gymnasiasten setzen sich für Obdachlose ein

Von: Georg Schmitz
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Pia Troschke (sitzend 4.v.r.) überreichte Pfarrer Andreas Blum einen Scheck über 1000 Euro. Dieser von den St.-Ursula-Schülern im Rahmen eines Projektes erarbeitete Betrag kommt Obdachlosen in Köln zugute. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In wirtschaftlich schlechten Zeiten geraten immer mehr Menschen in Notlagen. Während die meisten derer immer noch ein Dach über dem Kopf behalten, rutschen andere in die Obdachlosigkeit. Dass sich Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums mit dem Thema „Obdachlosigkeit” beschäftigen, ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit.

Junge Menschen der Klassen 5, 6, 8 und 10 des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen befassten sich mit der Problematik im Rahmen eines Projektes. Sie konnten sogar noch eine Spendenaktion ins Leben rufen, die immerhin 1000 Euro für Obdachlose in Köln hervorbrachte.

Pfarrer Andreas Blum ist Leiter des Mentorats Köln und Mentor für die geistliche Begleitung von Theologiestudenten. Er engagiert sich in Köln mit einem Team von Theologiestudenten in der Obdachlosenseelsorge. Das Team bietet unter anderem Obdachlosen im Gemeindezentrum der Katholischen Hochschulgemeinde eine Übernachtungsmöglichkeit.

Durch Vermittlung der am St.- Ursula-Gymnasium als studentische Hilfskraft eingesetzten Geilenkirchenerin Pia Troschke entstanden im vergangenen Jahr Kontakte einer fünften und siebten Klasse des Gymnasiums zu dem Kölner Pfarrer. Damals sammelten die Jugendlichen erstmals in ihren Familien Decken, Schuhe und haltbare Lebensmittel, die dann später Andreas Blum für die Obdachlosen übergeben wurden. „Damals waren viele Obdachlose tief berührt, dass Menschen im fernen Geilenkirchen, Menschen die sie gar nicht kennen, ihnen Geschenke machen”, erinnert sich der Pfarrer.

Blum war erneut in die Aula des St.-Ursula-Gymnasiums gekommen, um diesmal den Scheck über 1000 Euro in Empfang zu nehmen. In den vergangenen Wochen hatten 120 Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Klassen zusammen mit ihren Eltern zu Hause fleißig gebacken. Projektleiterin Pia Troschke, die von ihrer Kollegin Anne Zumfeld tatkräftig unterstützt wurde, lobte die Jungs und Mädels, weil sie Interesse an der Situation von Obdachlosen gezeigt haben.

„Ihr seid über euch hinausgewachsen”, sagte Troschke und ließ auch einige Schüler zu Wort kommen. Diese konnten mitteilen, dass insgesamt 80 Kilogramm Plätzchen gebacken und diese in 250 Tüten verpackt wurden. Der Erlös aus dem Verkauf des Gebäcks komme zusammen mit Spenden nun den Obdachlosen zugute. „Zwei Tüten Plätzchen haben wir retten können”, schmunzelte Pia Troschke und übergab diese Pfarrer Andreas Blum.

Die Schüler wiederum bestätigten: „Es hat sehr viel Freude gemacht, an diesem Projekt teilzunehmen.” Diese Aussage erfüllte auch Schulleiter Matthias Küsters mit Freude, der bei der Scheckübergabe zugegen war. „Dass ihr euch so engagiert und für die Obdachlosen interessiert habt, haut mich um”, bedankte sich Andreas Blum. „Ich werde den Obdachlosen in Köln davon erzählen”, so der Pfarrer.

Zum Schluss überreichten die St.-Ursula-Schüler dem Kölner Pfarrer noch ein Fotoalbum, das ihre Projektarbeit dokumentiert, mit der Bitte: „Zeigen sie diese Fotos den Obdachlosen.”
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