St. Marien: Spendenübergabe knapp unter dem Dach

Von: Markus Bienwald
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Noch sind die Sanierungsarbeiten in der Kirche St. Marien in Geilenkirchen im vollen Gange: die Wandbilder werden überarbeitet und das neue liturgische Konzept mit Zentralaltar harrt noch der Umsetzung. Foto: Markus Bienwald
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Pfarrer Peter Frisch (l.) und Ansgar Lurweg (3.v.l.) erhalten von Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Hans-Josef Mertens (2.v.l.) und Filialleiter Armin Pennartz (4.v.l.) den Spendenscheck. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Gut festhalten mussten sich die Herren der Kreissparkasse Heinsberg, aber auch die Vertreter der Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt bei der jüngsten Scheckübergabe. Denn im Rahmen der Sanierung der Kirche St. Marien im Herzen von Geilenkirchen übernahm die Kreissparkasse Heinsberg nun einen Betrag von 10.000 Euro, der vor allem für die Sanierung der Kirchenfenster gedacht ist.

Der Scheck wurde in luftiger Höhe knapp unterm Kirchendach, aber genau auf Höhe der überarbeiteten Fenster übergeben. Das eigentlich für die höhengewöhnten Handwerker gedachte Gerüst trug aber auch die Offiziellen bei der Spendenübergabe bestens.

„Die neuen Fenster sind schon drin“, erläuterte der Bau- und Liegenschaftsbeauftragte der Kirchengemeinde, Ansgar Lurweg. Die Fenster, einst gestaltet von der Aachener Glaskünstlerin Maria Katzgrau, waren wohl auch der Glasqualität wegen dringend restaurierungsbedürftig.

„Dazu hatten wir an der Seite zum Markt hin auch ein paar Kastanien-Einschusslöcher zu verzeichnen“, ergänzte Lurweg. Diese Löcher stammten wohl von Menschen, die mittels Kastanien als Wurfgeschosse versucht hatten, Scheiben zum Bersten zu bringen.

Da die Kasse der Gemeinde für die rund 1,8 Millionen Euro umfassende Sanierung aber nicht bis zum Platzen gefüllt ist, sondern ihrerseits aktuell ein Spendenguthaben von exakt 132.506 Euro aufweist, freuten sich die Verantwortlichen der Kirche noch mehr über die Gabe der Sparkasse.

„Wir helfen in dem Maße, in dem wir helfen können“, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied Hans-Josef Mertens. Und er erinnerte im gleichen Atemzug an die tragische Geschichte von Bränden in Geilenkirchener Gotteshäusern. „Wir leisten unseren Beitrag, um die Kirchenhäuser wieder in einen funktionstüchtigen Zustand zu bringen“, schloss Mertens.

Der Betrag für die Fenster wird gleichzeitig auch für die dauerhafte Sicherung der glasgewordenen Kunst verwendet. „Denn wir haben gleich auch eine Schutzverglasung vor die restaurierte Bleiverglasung setzen lassen“, ergänzte Ansgar Lurweg.

Damit würden auch Schäden beseitigt, die wohl von einem Granateneinschlag nahe des heutigen Seiteneingangs der Kirche herrühren. Dessen Spuren konnten, wie beispielsweise auch die wurmstichigen Gemälderahmen über dem früheren Altar, aber erst im Laufe der Restaurierung festgestellt werden.

Dazu steht noch eine Orgelreinigung an, die Sanierung der Wandbilder läuft auf Hochtouren und auch das neue liturgische Konzept mit zentral im Gotteshaus angeordnetem Altar muss noch umgesetzt werden. Hier fällt derzeit der Blick des Betrachters auf ein großes Loch, an dem der neue Altarbereich aufgebaut wird. Abgeschlossen wird dieser Bauteil übrigens mit einem 24-fachen Leuchter, der rund 30.000 Euro kosten wird.

„Trotzdem liegen wir gut im Zeitplan“, so Pfarrer Peter Frisch. Ziel ist und bleibt der erste Adventssonntag, wohl auch, weil dann das neue Kirchenjahr offiziell beginnt. Und dann muss sich niemand mehr auf ein Gerüst wagen, um die jetzt schon sichtbare, überaus gelungene Neugestaltung des altehrwürdigen Gotteshauses zu bewundern.

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