Geilenkirchen - St. Marien bekommt nun doch einen behindertengerechten Zugang

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St. Marien bekommt nun doch einen behindertengerechten Zugang

Von: jpm
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Ist die Rampe mit denkmalpflegerischen Aspekten vereinbar? Die Antwort des LVR wird in wenigen Wochen erwartet. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen. Die Kirche St. Marien in Geilenkirchen soll nun offenbar doch noch einen behindertengerechten Zugang erhalten. Ein entsprechender Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis wurde durch die Gemeinde an die Stadt Geilenkirchen gerichtet. Vorgesehen ist nach Informationen unserer Zeitung, am Haupteingang des altehrwürdigen Gebäudes eine Rampe anbringen zu lassen.

Die Stadt bestätigte am Montag lediglich den Eingang eines Antrags, der an den Landschaftsverband Rheinland weitergeleitet worden sei. Mit einer Antwort rechne er innerhalb der nächsten zwei Wochen, sagt Michael Jansen, bei der Stadt zuständig für den Denkmalschutz. Zum Inhalt wollte Jansen sich mit Verweis auf den Datenschutz nicht äußern. Er ließ aber durchblicken, dass er wenig Zweifel daran hat, dass der Landschaftsverband sein Benehmen erteilt.

Für Pfarrer Peter Frisch und seinen Kirchenvorstand neigt sich damit eine reichlich peinliche Geschichte dem Ende zu. Nach der Brandstiftung in St. Marien vor gut zwei Jahren hatte der städtische Behindertenbeauftragte Heinz Pütz bekanntlich versucht zu erwirken, dass der Seiteneingang im Rahmen der ohnehin notwendigen Renovierungsarbeiten behindertengerecht gestaltet wird, und zwar dergestalt, dass sich die Tür für Rollstuhlfahrer per Knopfdruck öffnen lässt. Die Pfarre winkte jedoch ab, ließ sich aber andererseits einen Kronleuchter schlappe 30.000 Euro kosten.

Die Pfarre schaffte es damit sogar ins bundesweit zu empfangende Fernsehprogramm. Eine derart große Aufmerksamkeit für eine völlig unnötige Geschichte dürfte auch beim Bistum nicht unbedingt auf Begeisterung gestoßen sein.

Weniger Aufwand

Heinz Pütz zeigte sich gegenüber unserer Zeitung erfreut, dass der Zugang nun doch noch geschaffen wird. Von Genugtuung will er hingegen nichts wissen. „Es geht hier nicht darum, wer obsiegt. Ich habe nur meine Arbeit gemacht“, sagte er am Montag. Den Hinweis, dass die von ihm vorgeschlagene Lösung am Seiteneingang mit weniger Aufwand verbunden gewesen wäre, konnte er sich jedoch nicht verkneifen. „Nun wird eben die große Lösung gemacht. Auch gut!“, so Pütz.

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