Übach-Palenberg/Marburg - St. Dionysius: Ein Chor erkundet Marburg

St. Dionysius: Ein Chor erkundet Marburg

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Übach-Palenberg/Marburg. Der Kirchenchor St. Dionysius Übach führt in zweijährigem Turnus eine mehrtägige Chorfahrt durch, an der die Sänger und deren Partner teilnehmen können. Die diesjährige Fahrt, vom Vorstandsmitglied Hans Paul Scharf vorbereitet, hatte mit Zwischenstation in Wetzlar Marburg zum Ziel.

In der idyllischen Fachwerkstadt Wetzlar wurden während einer Stadtführung der Dom – eine Kirche mit sonderbarer Architektur – besucht. Die verschiedenen Bauelemente roter Sandstein, verputzte Wandflächen und zwei unterschiedliche Kirchtürme bieten einen interessanten Anblick. Die Reste der ursprünglichen spätromanischen Basilika blicken hinter dem imposanten gotischen Neubau hervor. Das macht diese Kirche so einzigartig in der Verschmelzung zweier Stilelemente.

Neben dem Blick auf die Fachwerkhäuser am Fisch- und Kornmarkt wurde auch auf die Industriegeschichte Wetzlars hingewiesen, die sie zu einer bedeutenden Optikstadt gemacht hat. Wetzlar war von 1689 bis 1806 Sitz des Reichskammergerichts, dem obersten Gericht des damaligen deutschen Reichs. Johann Wolfgang von Goethe wurde als junger Jurist 1772 Praktikant beim Reichskammergericht und dort durch persönliche Erlebnisse zu „Die Leiden des jungen Werther“ inspiriert.

Bekannte Universitätsstadt

In Marburg an der Lahn, der bekannten Universitätsstadt, wurde unter sachkundiger Führung zunächst die Altstadt besichtigt. Am Rathaus mit seinem Renaissance-Turm und dem Uhrgiebel konnte man zur vollen Stunde den Gockel oben auf der Rathausuhr beobachten, der durch sein Krähen die jeweilige Stunde anzeigt. Die Besucher sahen viele schöne Fachwerkbauten, die Universität, Aufzüge von der Unter- zur Oberstadt und blickten in den Untergrund der historischen Stadtmauern.

Individuelle Besichtigung

Die Elisabethkirche ist Marburgs bekanntestes Bauwerk. Als erste rein gotische Hallenkirche auf deutschem Boden wurde sie Grabstätte der Heiligen Elisabeth, deren Schrein sich noch darin befindet. Das Landgrafenschloss hoch über der Marburger Altstadt ist eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Der im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaute gotische Fürstensaal wird noch heute zu besonderen festlichen und kulturellen Anlässen genutzt. Es blieb daneben auch genügend Zeit für individuelle Besichtigungen und für gesellige Abende unter Nutzung des reichhaltigen gastronomischen Angebots der Stadt.

Höhepunkt der Tour war am Sonntag die Mitgestaltung der Messe in der Kugelkirche. Unter Leitung und Orgelbegleitung von Wilfried Hirche sang der Chor die „Missa alla settecento“ von Wolfram Menschick. Außerdem sangen Veronika Lücker und Elisabeth Diart das „Ave Maria“ im Duett. Bei der Heimreise bedankte sich die Vorsitzende Veronika Lücker für die hervorragende Organisation bei Hans Paul Scharf. Sie betonte, dass gemeinsames Erleben neben dem Gesang eine wichtige Komponente des Chores ist. Der Chor lädt gerne Interessierte zum Mitsingen bei der wöchentlichen Chorprobe mittwochs von 20.15 Uhr bis 21.30 Uhr ein.

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