St. Cornelius Kirche feiert Jubiläum

Von: Georg Schmitz
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Mit einem schönen Familienfest feierten die Grotenrather das 150-jährige Jubiläum der Pfarre St. Cornelius. Foto: Georg Schmitz
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Ob Kinderanimationen wie „Fassrollen“ oder eine Ausstellung zum Thema Kirchengeschichte: das Fest hatte einiges zu bieten.

Geilenkirchen-Grotenrath. Seit 1863 ist St. Cornelius Grotenrath eine eigenständige Pfarre. Dieses 150-jährige Jubiläum galt es, mit der Bevölkerung gebührend zu feiern. So hatten Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand in Zusammenarbeit mit Ortsvereinen zu einem schönen Fest rund um die St.- Cornelius-Kirche eingeladen, bei dem Jung und Alt auf ihre Kosten kamen.

Kinderanimation und eine Büchertrödelecke, eine Schatzsuche für Kids und natürlich zahlreiche Leckereien von Grill und aus Cafeteria sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam. Das Trommler- und Pfeiferkorps „Heimattreue“ gab ein Konzert und war anschließend auch noch für das Beiern der Glocken zuständig.

Der Tag hatte mit einem Hochamt mit Pfarrer Peter Frisch begonnen, bei dem der Kirchenchor Immendorf die musikalische Gestaltung übernommen hatte. Eine anschließende Ausstellung in der Kirche zeigte Bilder, Dokumente und Zeitungsausschnitte aus den Anfangszeiten von 165 Jahre Kirchengeschichte und 150 Jahre Pfarre St. Cornelius Grotenrath. So kam zum Vorschein, dass Grotenrath bis Mitte des 19. Jahrhunderts keine eigene Kirche besaß und das Unterdorf zur Pfarre Teveren, das Oberdorf aber zur Pfarre Marienberg gehörte.

Bau eines Gotteshauses

Da hatten die Grotenrather weite Wege in die Nachbarorte zurückzulegen, um sich Gottes Segen abzuholen. So starteten die Bürger im Jahre 1841 eine Sammlung zum Bau eines Gotteshauses in Grotenrath. Es vergingen noch weitere drei Jahre, bevor 1844 mit der Grundsteinlegung der Baubeginn endlich in Angriff genommen wurde. Die Zustimmung für den Kirchenbau war groß, wenn auch nicht alle Dorfbewohner dahinter standen. Die Grotenrather spendeten Baumaterial und brachten ihre Arbeitskraft mit ein, so dass die Kirche langsam Form annahm.

291 000 Ziegelsteine

In alten Chroniken ist zu lesen, dass zum Bau des Gotteshauses drei Ziegelöfen errichtet werden mussten, die zusammen 291 000 Ziegelsteine liefern sollten. Die beim Bau benötigten Gerätschaften und Werkzeuge wurden von den Bürgern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Kurz nach der Fertigstellung des Gotteshauses wurde Grotenrath im Jahre 1848 Rektorat mit eigenem Vikar. Seit dem 26. August 1863 ist das heute 820-Seelen-Dorf eigenständige Pfarre, erster Pfarrer war Johann Gerhard Görten. Die St.-Cornelius-Kirche beherbergt einen seltenen über 350 Jahre alten Barockaltar, der von Bildhauer Erasmus Kern geschaffen wurde und als sein größtes Werk angesehen wird.

Von einer „aufregenden Wanderung des Hochaltars durch drei Jahrhunderte“ mit vielen Bestimmungsorten wird berichtet. Bis das kostbare Stück schließlich, dank der Beziehungen des damaligen Grotenrather Pfarrers Cremer zum Suermondt-Museum, am 13. Januar 1931 von Aachen nach Grotenrath gebracht wurde. Ende der 80er Jahre befand sich der Altar drei Jahre lang in Düsseldorf, wo er aufwändig restauriert wurde. Das 150-jährige Pfarrjubiläum wurde nun mit einem Familienfest rund um die Kirche bei strahlendem Sonnenschein gefeiert.

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