Spontane Spenden für Taifun-Opfer bei „Gospel und mehr“

Von: mabie
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Der Junge Chor Hünshoven überzeugte bei seinem überaus gelungenen Heimspiel in der katholischen Kirche St. Johann Baptist mit hervorragendem Musikgenuss und machte so Werbung in eigener Sache – auch für sei nächstes Oratorium-Projekt. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es war eine spontane Entscheidung der Mitglieder des Jungen Chores Hünshoven, die Einnahmen aus den freiwilligen Spenden zum Konzert am Samstagabend den Menschen auf den Philippinen zu spenden. Und es war bestimmt nicht die einzige gute Entscheidung der Sänger und Musiker, die in der katholischen Kirche St. Johann Baptist für ein mehr als volles Haus sorgten.

Denn schon bei der Auswahl der Musikstücke des mit „Oh happy day – Gospel und mehr…“ überschriebenen Abends sorgte die Leitung um Maria Slagboom für ein glückliches Händchen.

Programmatisch und alleine schon einen Besuch wert war beispielsweise der Einzug „In your Name we are here“, den die jungen und jung gebliebenen Chormitglieder in das Gotteshaus mitbrachten. Das Gebäude an sich ist übrigens nicht nur architektonisch eine echte Augenweide, auch die klanglichen Eigenschaften sind schon durch eine außergewöhnliche Deckenkonstruktion sehr auffällig.

Und so trugen die Stimmen des Chores auch bei der offiziellen Begrüßung „Kyrie“ von Klockewitz bis nahe an die Glastüren, wo sich immer noch sehr viele Besucher drängten. Natürlich waren die Loblieder auf Gott die tragenden Elemente dieses überaus hochklassigen und gelungenen Konzertes. Aber auch die Band des Chores mit Klaus Lückge und Emanuel von Heel am Piano, Fabian Horn an der E-Gitarre, Jac Jütten am Saxophon, Arno Schmitz am Bass und Thomas Preuth am Schlagzeug sorgte dafür, dass der Abend rundum gelungen war.

Egal, ob die Chormitglieder wie im ersten Teil des Konzertes eher getragene Nummern wie „Move spirit move“ oder „More than words“ sangen oder im späteren Verlauf dann zu den fetzigen Stücken wechselten: Die Stimmung, das Positive und die Gemeinschaft im Chor war auch über die reinen Noten hinaus spür- und erlebbar. Das lag nicht zuletzt auch an den vielen Solisten, die ein weiterer Mosaikstein der einzigartigen Zusammensetzung im Jungen Chor Hünshoven sind. So sang beispielsweise Michelle Schmidt aus dem eigenen Nachwuchschor „Hünshovener Kids“ sich aus dem Stand in die Herzen der begeisterten Zuhörer.

Die Kids und damit die eigene Zukunft des Jungen Chores waren an diesem Abend mit dem kompletten, 20-köpfigen Ensemble übrigens zum ersten Mal Teil bei den „Großen“ und genossen nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern trugen ihren Teil zum Erfolg des Abends bei. Das fand auch Maria Slagboom, die noch am Tag danach begeistert von den Leistungen war. „Ein ganz dickes Lob an den Chor und die Instrumentalisten“, wurde sie auf Nachfrage unserer Zeitung los, und sie freute sich auch darüber, dass der Zuhörerraum wirklich randvoll gewesen war.

Die spontane Bereitschaft, mehr als nur ihren Besuch bei diesem ausgezeichneten musikalischen Abend zu geben, war dann am nächsten Tag auch zählbar. Denn für die Menschen im vom Taifun heimgesuchten Inselstaat wurde ein stattlicher Betrag gesammelt. Der soll, heißt es, in Kürze bei einem offiziellen Termin übergeben werden.

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