Spielplatz oder Bolzplatz?

Von: Jan Mönch
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Hat sie sich umsonst eingesetzt? Ingrid Heim fürchtet, dass aus dem Spielplatz für Schierwaldenrath nichts wird. „Wenn ich in der CDU wäre, gäbe es den Spielplatz längst“, sagt die FDP-Gemeinderatsfrau. Foto: Jan Mönch
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Kann bald geschaukelt werden? Ortsvorsteher Ohlenforst will gebrauchte Geräte aufbauen, um Spielplatz und Bolzplatz finanzieren zu können. Foto: stock/Revierfoto
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Hat sie sich umsonst eingesetzt? Ingrid Heim fürchtet, dass aus dem Spielplatz für Schierwaldenrath nichts wird. „Wenn ich in der CDU wäre, gäbe es den Spielplatz längst“, sagt die FDP-Gemeinderatsfrau. Foto: Jan Mönch
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Kann bald geschaukelt werden? Ortsvorsteher Ohlenforst will gebrauchte Geräte aufbauen, um Spielplatz und Bolzplatz finanzieren zu können. Foto: stock/Revierfoto

Gangelt-Schierwaldenrath. Ein Bolzplatz für Schierwaldenrath? Diese Neuigkeit schreckte Ingrid Heim vergangene Woche auf. Heim, die für die FDP im Gemeinderat sitzt, hat nun nichts gegen Bolzplätze oder gegen Fußball. Allerdings war ihr zu Ohren gekommen, dass der Bolzplatz anstelle eines Spielplatzes eingerichtet werden soll. Und für diesen Spielplatz setzt sie sich bereits seit vielen Jahren ein.

Denn, das ist ihre klare Meinung, in Schierwaldenrath fehlt es an Spielmöglichkeiten für Kinder und Kleinkinder. Immer wieder hat sie das Thema daher in den Rat beziehungsweise die zuständigen Ausschüsse eingebracht. Am Ziel wähnte sie sich, nachdem im Haushalt 15.000 Euro für eine Neuerrichtung veranschlagt wurden. Und nun das.

Für das Thema interessiert die Ratsfrau sich sozusagen von Berufs wegen. Denn Ingrid Heim ist Grundschullehrerin. Aktiv für einen Spielplatz in Schierwaldenrath setzt sie sich jedoch erst ein, seitdem sie selbst Großmutter ist. Ein eigener Garten, wie viele Bewohner von Schierwaldenrath ihn haben, ersetze aus pädagogischer Sicht keinen öffentlichen Spielplatz. Dort nämlich würden Kinder auf eine ganz andere Weise den sozialen Umgang miteinander lernen, als abgeschottet hinter dem eigenen Haus.

Zunächst setzte Heim sich dafür ein, dass der Spielplatz in der Straße „Palz“ in der Nachbarschaft des Friedhofs entsteht. Dann schlug sie ein Grundstück in der Nähe zum Lokal Selfkantbahn vor, rückte davon jedoch wieder ab. „Wenn ich in der CDU wäre, gäbe es den Spielplatz längst“, ist sie überzeugt. Auch ist sie empört darüber, dass sie zum Treffen des Ortsrings, bei dem der Bolzplatz beschlossen wurde, nicht eingeladen war.

Ortsvorsteher Hans Ohlenforst bestätigt, dass Schierwaldenrath einen Bolzplatz bekommen soll. Er bestreitet allerdings, dass damit der Spielplatz vom Tisch ist. Richtig sei vielmehr, dass ihm und dem Ortsring eine Kombination aus beidem vorschwebe. „Wir sind sicher, dass ein Spielplatz allein nicht angenommen wird“, sagt Ohlenforst. Dafür spricht, dass vor einigen Jahren schon einmal Spielgeräte linker Hand vom Friedhof standen, diese aber zusehends verkamen und irgendwann entfernt wurden.

Ohlenforst glaubt, dass eine Kombination aus beidem am besten ankommt. Ein Architekt sei bereits damit beauftragt worden, einen konkreten Entwurf zu erarbeiten. Die im Haushalt vorgesehenen 15.000 Euro seien für Bolzplatz samt Spielgeräte zwar sicher knapp bemessen. Der Ortsvorsteher ist jedoch guter Dinge, dass bei kostensparender Planung – etwa durch die Verwendung von gebrauchten Geräten – alles Wünschenswerte für Schierwaldenrath drin ist.

Ingrid Heim hört von dieser „Kombination“ zum ersten Mal. Und sie bleibt skeptisch. „Ich kann mir eine Kombination aus Bolzplatz und Spielplatz auf diesem kleinen Gelände schlicht nicht vorstellen“, sagt sie.

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