SPD zu Schulz: „Ein Politiker aus Leidenschaft, der Klartext redet“

Von: st
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Geilenkirchen/Übach-Palenberg/Gangelt. Auf positives Echo bei Sozialdemokraten in der Region stößt die Erklärung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, dass der frühere Präsident des Europa-Parlaments, Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat und neuer Parteichef werden soll.

Christoph Grundmann, Fraktionschef der Geilenkirchener SPD, begrüßt es sehr, dass Gabriel diese Entscheidung getroffen hat. Es gehöre sehr viel Größe dazu, seine eigene Person zurückzunehmen, dafür habe er Respekt verdient. „Ich kann mir niemand besseren als SPD-Kanzlerkandidaten vorstellen, als Martin Schulz. Er hat ein klares Profil und zeigt Kante. Eigenschaften, die wir jetzt dringend benötigen“, erklärt er.

2004, noch als Juso, habe er ihn bereits im Europawahlkampf unterstützt und so die Chance gehabt, auch den Menschen Martin Schulz kennenzulernen. „Hier passt für mich einfach alles: persönliche Sympathie und politisches Können.“

Marko Banzet, Parteivorsitzender der Geilenkirchener SPD, findet die Entscheidung von Gabriel in Ordnung, „obwohl ich auch gerne mit ihm als Kandidat in den Wahlkampf gegangen wäre“. Banzet findet es „sehr schade“, dass Gabriel mit dem Verzicht auf die Kandidatur auch den Parteivorsitz aufgeben wird. „Er war ein guter Vorsitzender mit Ecken und Kanten, der sehr viel in der SPD bewirkt hat.“ Banzet freut sich auf Martin Schulz und findet, „dass wir einen überzeugten Europäer und Karlspreisträger als Kanzler sehr gut brauchen können“.

Sonja Engelmann, Geschäftsführerin der Geilenkirchener SPD, ist froh, dass Martin Schulz die SPD als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf führt. „Die Entscheidung ist die konsequente und richtige Folge aus den Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate“, erklärt sie.

Martin Schulz habe in seinem Leben gezeigt, dass er seinen Weg gehe, auch wenn dieser nicht immer geradeaus verlaufe. Er lasse sich nicht die Butter vom Brot nehmen und finde klare, verständliche Worte für die Probleme der Menschen. „Genau das ist es, was wir in Deutschland brauchen. Sowohl die innenpolitische, als auch die internationale Situation erfordern jemanden, der seine Meinung deutlich sagt und zu seinem Wort steht. Das ist Martin Schulz!“ Vor Gabriel ziehe sie ihren Hut. Er zeige, dass Politiker nicht zwangsweise an der Macht kleben müssten, wie es in anderen Parteien der Fall sei.

Durch die kluge Entscheidung Sigmar Gabriels sei der Wahlsieg von Angela Merkel nicht mehr selbstverständlich, meint der Übach-Palenberger SPD-Fraktionsvorsitzende Heiner Weißborn. „Mit Martin Schulz ist die richtige Wahl getroffen worden“, erläutert Weißborn.

Als ehemaliger Kommunalpolitiker und Präsident des Europäischen Parlaments wisse Schulz genau, worauf es den Menschen ankomme. Schulz werde mit deutlichen und in der Sprache klaren Positionen überzeugen. „Meine Hochachtung gilt aber vor allem Sigmar Gabriel. Er hat aus der Position der Stärke heraus eine politisch sehr verantwortungsvolle Entscheidung getroffen“, meint Weißborn. Gabriel habe Größe gezeigt und persönliche Interessen hinter die seiner Partei angestellt.

Ähnlich sieht es der Übach-Palenberger SPD-Parteichef Alf-Ingo Pickartz: „Ich finde, es zeigt Größe und Verantwortung von Sigmar Gabriel zu erkennen, dass ein anderer es erfolgversprechender anpacken wird.“ Schulz sei erfahren und profiliert. „Er ist der Beste, den man sich momentan wünschen und auch wählen kann.“ Seine Partei habe dem besten Mann den Auftrag gegeben, sozialdemokratische Ideen mit Mut und Zuversicht umzusetzen. Absolut vorrangig seien die aktuellen Probleme „Gerechtigkeit“ und „Europa“.

Andrea Reh, stellvertretende Vorsitzende der Gangelter SPD, freut sich, mit dem Spitzenkandidaten Martin Schulz in das Wahljahr 2017 zu gehen. „Er ist ein Politiker aus Leidenschaft, einer, der kein Blatt vor den Mund nimmt und auch einmal Klartext redet.“ Einen solchen Mann brauche die SPD jetzt an der Spitze der Partei und an der Spitze unseres Landes.

„Gerade in den letzten Tagen hat die AfD ihr wahres Gesicht gezeigt, und es wird in Zukunft nicht ausreichen, schweigend zuzusehen, wie sich diese unsägliche rechtspopulistische Bewegung weiter ausbreitet.“ Martin Schulz könne seine Erfahrungen als Präsident des EU-Parlaments bei seinen neuen Aufgaben zum Wohle Deutschlands einbringen. Die Gangelter SPD werde „Martin gerne und voll motiviert im Wahlkampf unterstützen“.

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