SPD-Vorsitzender Banzet im Amt bestätigt

Von: Markus Bienwald
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Der neue Vorstand der Geilenkirchener SPD (von links): Ingo Schäfer, Conny Banzet, Sonja Engelmann, Jennifer Überwolf, Holger Sontopski, Marko Banzet, Sabine Bock, Norbert Spinrath, Christoph Grundmann und Jürgen Plein. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Ob es nun echte Aufregung war, die Marko Banzet in den Tagen vor der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Geilenkirchen bewegte, war am Freitagabend eigentlich egal. Denn mit 18 von 19 Stimmen bei nur einer Gegenstimme wurde er als Vorsitzender des sozialdemokratischen Verbandes in seinem Amt bestätigt.

Seine Frau Conny freute sich sehr, dass ihr Mann dieses Amt, das er ungefähr vor einem Jahr antrat, weiter bekleiden darf.

Zersplitterung des Rates

Änderungen waren dabei von Anfang an ein wichtiger Baustein in Banzets Tätigkeit, und er wollte die Arbeit auch politischer werden lassen. „Insgesamt ist das gelungen, und administrative Dinge haben nicht mehr den Aufwand früherer Jahre“, sagte Banzet. Dabei ließ er auf der Vergangenheit um den Parteiaustritt seines Vorgängers Stefan Mesaros den Deckel und fokussierte sich auf die Probleme der Stadt. „Dazu gehört zweifellos die Zersplitterung des Rates“, war Banzet sicher.

Daraus sei auch die aktuelle Zusammenarbeit mit der CDU entstanden. „Sie läuft nach einem holprigen Start ganz gut“, betonte er. „Aber um es noch einmal ganz klar zu sagen: Eine engere Zusammenarbeit wird von mir nicht angestrebt, und von einer Koalition sind wir weit entfernt“. Die Koalition sei „in absehbarer Zukunft“ auch nicht nötig und möglich.

Dieses Thema wurde natürlich auch vom Fraktionsvorsitzenden im Geilenkirchener Stadtrat, Christoph Grundmann, aufgegriffen. „Ohne eine stabile Mehrheit können wir für unsere Bevölkerung gar nichts machen“, sagte er, darum sei die Idee, mit den Christdemokraten zusammenzuwirken, „die einzige Möglichkeit, eine vernünftige, stabile Mehrheit zu bekommen“. Dass es dabei für beide Seiten schon mal Kröten zu schlucken gebe, gehöre dazu, aber letztendlich käme zumindest etwas Zählbares für Geilenkirchen heraus.

Dreimal nicht beschlussfähig

Zu zählbaren Ergebnissen innerhalb des SPD-Stadtverbandes kam es in den letzten Monaten aber auch nicht immer, wie Marko Banzet klar offenlegte. „So waren wir in diesem Jahr bei drei Sitzungen nicht beschlussfähig, das ist vor allem deswegen ein Ärgernis, weil sich unsere Arbeit dann nicht planen lässt und sich alle Maßnahmen verzögern“, legte er den 20 Anwesenden dar. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen – derzeit gibt es 80 Menschen mit SPD-Parteibuch in Geilenkirchen – müssten die Ortsvereinsvertreter mit gutem Beispiel vorangehen.

Für die Zukunft versprach Banzet mehr Informationen für die Mitglieder und für interessierte Bürger, im Vorstand soll es künftig neben den einzelnen Posten auch konkrete Tätigkeitsfelder für jedes Vorstandsmitglied geben. „Eine weitere Verbesserung wird die Gründung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen am 7. Dezember sein“, war er sicher, eine Arbeitsgemeinschaft 60plus werde ebenfalls vorbereitet. Aber der alte und neue Vorsitzende hatte auch Lob für seine Vorstandskollegen dabei: „Ihr habt in schwierigen Zeiten weitergemacht und die SPD in Geilenkirchen zusammengehalten.“ Erst dadurch sei ein Neuanfang möglich geworden, der nun mit Leben gefüllt werde.

Dazu gehört beispielsweise die interne Klausurtagung, die Planung von Veranstaltungen wie „Jazz an Pfingsten“, das Projekt „Flagge zeigen“ oder der Ehrenamtspreis. Und dazu gehört für den Landtagskandidaten und amtierenden SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Christoph Grundmann, auch die politische Arbeit bei schwierigen Themen wie der Schließung der Freiwilligen Feuerwehr in Beeck.

Hier gebe es, so betonte Grundmann, aber kein Versorgungsproblem, die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen zu den Fahrzeiten der Wehrleute aus Würm stimmten, sondern eher emotionale Verwerfungen. Sicherlich gebe es neben dem Brandschutz bei der Feuerwehr auch eine Bedeutung für das Vereinsleben. „Es ist aber nicht die Aufgabe der Feuerwehr, für das Vereinsleben zu sorgen“, sagte Grundmann.

Emotional wurde es auch bei der Kandidatur der Beisitzer, die nach neuer Struktur nur noch zu viert im Vorstand auftreten und nicht mehr mit einem Posten mehr. So sagte Ingo Schäfer bei seiner persönlichen Vorstellung: „Eine Stadt braucht Entwicklungen und Ideen und keine Flugzeuge im Bauch“, womit er sich nicht nur den Applaus der Anwesenden, sondern auch seine Wahl zum Beisitzer sicherte.

Dem konnte sich auch der frischgebackene Bundestagskandidat MdB Norbert Spinrath anschließen, der viele Geilenkirchener Themen ansprach.

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