SPD-Parteichef will mehr Präsenz in Wahlkreisen zeigen

Von: Udo Stüßer
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Rüde Delano begleitet Stefan Mesaros bei ausgedehnten Spaziergängen. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. „Die Reibungsverluste, die es einmal zwischen Fraktion und Partei gegeben hat, gibt es nun nicht mehr“, erklärt nach zweijähriger Amtszeit Stefan Mesaros, Parteichef der Geilenkirchener SPD. Sicherlich, so sagt er, ist man in Sachthemen in der Partei nicht immer einer Meinung. „Dann wird kontrovers diskutiert und man findet einen gemeinsamen Weg.“

Kritik an seiner Amtsführung hat der 55 Jahre alte Sozialarbeiter, Leiter einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche des Caritas-Verbandes, bisher nicht erfahren. Und so gibt es bislang auch keinen Gegenkandidaten, wenn die Geilenkirchener Sozialdemokraten am Mittwoch, 22. Oktober, 19.30 Uhr, in der Nikolaus-Becker-Stube den Vorstand für die nächsten zwei Jahre wählen.

Blickt Mesaros auf seine bisherige Amtszeit zurück, so standen sicherlich die Bundestags- und Kommunalwahl im Mittelpunkt. Sein Einsatz als Wahlkampfleiter von Norbert Spinrath, der den Sprung in den Bundestag geschafft hat, war sicherlich eine zusätzliche Belastung. Und mit dem Ergebnis der Kommunalwahl – 18 Prozent der Stimmen und weiterhin zweitstärkste Fraktion im Rat – zeigt er sich zufrieden. „An dieses Ergebnis wollen wir nun anknüpfen“, blickt er nach vorne.

Die Fraktion sei mit der Vorsitzenden Gabi Kals-Deußen und ihm als Stellvertreter für die nächsten sechs Jahre gut aufgestellt. „Das zeigt auch die enge Verzahnung von Fraktion und Partei“, sagt er. Stefan Mesaros hat bereits die nächste Kommunalwahl im Blick. „Man darf nicht nur im Wahlkampf schöne Sachen verteilen, man muss auch zwischen den Wahlkämpfen präsent sein“, sagt er und erklärt sein Ziel: „18 Prozent plus x.“ Deshalb will er mit seinen Genossen in den Wahlkreisen mehr Präsenz zeigen. Denn: „Wir leisten gute Sacharbeit. Aber die gute Arbeit wird nicht wahrgenommen.“

Die Zusammenarbeit mit den Fraktionen bezeichnet er als gut. „Die Arbeit ist im Stadtrat sachorientiert. Man ist weniger auf Profilierung aus, sondern agiert im Sinne der Bürger. Ich hoffe nur, dass auch die Grünen den Dreh herauskriegen, sachorientiert arbeiten und sich weniger profilieren wollen.“ Dass es keine großen Knackpunkte zwischen den Fraktionen gibt, liege auch darin begründet, dass die Kassen leer sind. Und das Haushaltssicherungskonzept der CDU anzukreiden sei einfach nur unfair.

Das soziale Engagement liegt dem SPD-Parteichef besonders am Herzen. Deshalb wollen die Sozialdemokraten einmal jährlich einen Sozialpreis an Menschen oder Institutionen verleihen, um ihnen für ihre Arbeit Anerkennung auszusprechen. Derweil bedauert Mesaros, Mitglied im Begleitausschuss des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“, dass das Projekt nach vier Jahren für Geilenkirchen zu Ende geht. „300.000 Euro sind geflossen. Es wurden damit viele kleine Projekte gefördert, die folgewirksam sind.“

Deshalb hofft Mesaros, dass sich die Stadt für das Nachfolgeprojekt „Demokratie leben“ bewirbt. „Allerdings müsste sich die Stadt finanziell beteiligen.“ Zur Bürgermeisterwahl hält sich Mesaros bedeckt: „Wir könnten den Kandidaten einer anderen Partei unterstützen oder mit einem eigenen Kandidaten aufwarten. Ob wir Thomas Fiedler unterstützen, können wir noch nicht sagen. „Wir positionieren uns derzeit noch.“

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