SPD kritisiert „phantasielose” Politik der CDU

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Jens Böven, Stadtverbandsvorsitzender Heiner Weißborn, Klaus Weißborn, der ehemalige Beigeordnete Volker Schlüter, Bärbel Bartel, der Erste Beigeordnete Engelbert Piotrowski und der stellvertretende Bürgermeister Georg Overländer (v.l.) gehörten zu den Gäste aus der SPD-Führung beim ersten Neujahrsempfang der Partei in Ubach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Sehr selten sind jene Jubiläen, wie Guillaume Platzbecker eins am Samstagvormittag im Städtischen Seniorenzentrum feiern durfte. Denn er wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs des SPD-Stadtverbandes Übach-Palenberg für 60-jährige Parteizugehörigkeit ausgezeichnet.

Gerne kam Vorsitzender und Fraktionschef Heiner Weißborn dieser Aufgabe nach. Ebenso gerne dürfte er registriert haben, dass immerhin 150 Gäste an diesem Tag ihren Weg zum Ort der Veranstaltung gefunden haben. „Ich bin positiv überrascht”, strahlte er. Er selbst hatte hingegen den größten „Stolperstein” der letzten Jahre Übach-Palenberger Sozialdemokratie eingeladen.

Denn in der Bürgermeisterwahl 2009 hatte Heiner Weißborn klar gegen den CDU-Kandidaten Wolfgang Jungnitsch verloren. Der stand ganz oben auf der Einladungsliste, wohl nicht nur, um ihm persönlich mit auf den Weg zu geben, was sich die einst in der ehemaligen Zechengemeinde herrschenden „Roten” in diesem Jahr vorgenommen haben.

Ein kleiner Hieb ging auch in Sachen Redezeit in Richtung des Amtsinhabers. „Alle, die jetzt eine ewig lange Rede befürchten - das soll ja in der letzten Zeit an anderer Stelle schon mal vorgekommen sein - kann ich beruhigen”, meinte Weißborn augenzwinkernd. So kam er nach der Begrüßung der Gäste schnell auf wesentliche Inhalte zu sprechen. So sprach er davon, dass die Bürger derzeit aus dem Rathaus nur vom Sparen, der Erhöhung von Steuern und Gebühren und zurückgeschraubten Leistungen der Stadt hörten.

„Das alles hört sich für mich recht phantasielos an”, fand der SPD-Chef. Er führte aus, dass gerade in Zeiten knapper Kassen Mut und Kreativität gefragt seien, um die prekäre Lage der Kommune in den Griff zu kriegen.
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