Gangelt - SPD Gangelt verzichtet auf eigenen Bürgermeisterkandidaten

SPD Gangelt verzichtet auf eigenen Bürgermeisterkandidaten

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Bereit für die Arbeit in der regionalen Politik: die SPD-Kandidaten in Gangelt. Foto: Franz Severins

Gangelt. Anlässlich seiner Rede zum Haushaltsentwurf der Gemeinde Gangelt für das laufende Jahr hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Mansel schon dem CDU-Vorsitzenden Dr. Breikmann für die „Steilvorlage“ gedankt, die dessen Ortsverband mit der Nominierung ausschließlich männlicher Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl geliefert habe: Die SPD werde den Wählern eine Alternative mit viel Frauen-Power bieten.

Mit den Stimmen aller Frauen in der Gemeinde Gangelt werde, so hatte Rainer Mansel auch scherzhaft bemerkt, die Vorherrschaft der CDU im Gangelter Gemeinderat ein Ende haben. Bei ihrer Mitgliederversammlung ließ der Ortsverein Gangelt den Worten Taten folgen. Zu Beginn wurde Ralf Derichs, Landratskandidat der SPD, um die Leitung der Versammlung gebeten. Er begründete in seiner Ansprache, weshalb der Kreis Heinsberg eine neue, sozialdemokratische Führung benötige. Der Kreis sei stark, werde aber „unter Wert“ regiert, und es gebe noch zahlreiche offene Baustellen. Sämtliche sozialen Bereiche, vom Kindergarten über Jugendsozialarbeit bis zur Frauen- und Familienförderung würden unter der bisherigen CDU-Vorherrschaft vernachlässigt, hieß es.

Ähnlich hatte sich zuvor Rainer Mansel zu den Verhältnissen in Gangelt geäußert. Man habe zwar fast alle Entscheidungen des Gemeinderats mitgetragen, dabei habe es sich aber stets um sachlich begründete Beschlüsse gehandelt, die wenig mit Parteiprogrammen zu tun hatten. Auch wenn man in vielen Fragen einer Meinung mit der Mehrheitsfraktion wäre, so sei deshalb die SPD als stärkste Oppositionsfraktion nicht etwa überflüssig. Die SPD-Fraktion habe in der Vergangenheit durch sachliche Argumentation sogar oft mehr erreicht als andere Parteien und Gruppierungen durch populistische Aktionen, hieß es. Auf derartige Aktionen werde man auch in Zukunft verzichten, dafür aber versuchen, eine Mehrheit im Gemeinderat für eine Verbesserung des Multibus-Angebots in der Gemeinde Gangelt, eine bessere Jugend- und Jugendsozialarbeit sowie ein besseres Kulturangebot der Gemeinde zu gewinnen.

Bei den Vorstandswahlen wurden Andrea Reh als stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, Gerda Faßbender als Kassiererin, Achim Philippen und Dietrich Gründler als Beisitzer wiedergewählt, bevor Ralf Derichs den Tagesordnungspunkt „Kommunalwahl 2014“ aufrief. Nach intensiver Diskussion beschloss die Versammlung, keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Bürgermeister Bernhard Tholen habe zwar ein CDU-Parteibuch, führe sein Amt jedoch sachorientiert und unparteiisch. Unter seiner Leitung habe sich die Gemeinde Gangelt so gut entwickelt, so dass sie von vielen anderen Kommunen beneidet werde. Rainer Mansel zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die SPD nicht nur alle 16 Wahlbezirke mit engagierten Kandidaten besetzen konnte, sondern dass zudem auf aussichtsreichen Listenplätzen drei Frauen kandidieren würden: „Alle reden von Frauenquoten, wir halten sie ein.“

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