Spatenstich zur Erweiterung der Kita in Boscheln

Von: mabie
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„Wir platzen aus allen Nähten, kommt mit den Geräten”, sangen die Kinder der AWO-Kita in Boscheln passend zum ersten Spatenstich zur Erweiterung. Auch die offiziellen Vertreter packten mit an: (v.l.) AWO-Fachbereichsleiterin Ulla Sevenich-Matar, Einrichtungsleiterin Ilse Kempis, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, AWO-Kreisgeschäftsführer Andreas Wagner, AWO-Kreisvorsitzender Hans-Josef Krawanja und stellvertretender Bürgermeister Georg Overländer. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Treffender hätten es die Kinder der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Boscheln kaum formulieren können: „Wir platzen aus allen Nähten, kommt mit den Geräten!”, appellierten sie mit mit einem Lied.

Und hinter dieser Aufforderung steckte viel Wahrheit, denn für den kommenden Rechtsanspruch von Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Lebensjahren, den auch diese Kita in der Friedensstraße ab dem 1. August 2013 einlösen muss, steckt viel Arbeit.

„Bisher”, sagte Einrichtungsleiterin Ilse Kempis am Freitag beim ersten offiziellen Spatenstich zum Umbau, „war es mehr Improvisation. Kreativ wie immer haben wir die Problematik fehlender Räumlichkeiten gelöst.” Doch nun werde alles anders.

Bis zur angestrebten Fertigstellung des Umbaus in der Kita im September werden rund 240.000 Euro investiert. 90 Prozent übernimmt das Land NRW, zehn Prozent muss der Träger, der Kreisverband Heinsberg der Arbeiterwohlfahrt (AWO), aufbringen. Im laufenden Betrieb wird der bestehende Bau nicht nur erweitert, sondern vor allem auch innen insoweit geändert, dass die Zahl der Plätze für die U3-Betreuung von aktuell sechs auf nunmehr zwölf erhöht werden kann.

„Die Nachfrage nach diesem Angebot wird immer größer”, betonte die Kita-Leiterin. Ab September wird dann nicht nur ein neuer, schmaler Gebäuderiegel entlang der bisherigen Grundstücksgrenze entstanden sein.

„Hier gilt unser Dank vor allem der Stadt Übach-Palenberg, die der dafür notwendigen Grenzbebauung zugestimmt hat”, ergänzte AWO-Fachbereichsleiterin Ulla Sevenich-Matar. Neben Waschräumen für die Erzieherinnen und Mitarbeiter des Hauses wird der bestehende Sanitärbereich um einen Nassspielbereich ergänzt. Ein neuer Besprechungsraum, der auch für die Eltern offen sein wird, ein Ruheraum mit Wickelabteilung sowie weitere Umgestaltungen innerhalb des aktuellen Gebäudes sind ebenfalls vorgesehen.

„Ich habe nur einen Begriff für den ersten Spatenstich gefunden: Freude”, fasste Ilse Kempis kurz ihr Gefühlsleben zu diesem Anlass zusammen. „Wir kommen mit diesem Bau nicht nur den gesetzlichen Forderungen nach, sondern setzen uns auch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als unser besonderes Anliegen ein”, unterstrich im Beisein von Kreisgeschäftsführer Andreas Wagner auch der Kreisvorsitzende Hans-Josef Krawanja.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch freute sich nicht nur über die Erweiterung des aktuell 90 Kinder in vier Gruppen umfassenden Kindergartens. „Mit dem heutigen Spatenstich nimmt das Familienzentrum der AWO ein neues Projekt in Angriff, das einmal mehr beweist, wie zukunftsorientiert die Kindertagesstätten und Familienzentren in unserer Stadt sind”, fand er.

Ein Standpunkt, dem sich auch Hans Jürgen Oehlschlaeger vom Kreisjugendamt Heinsberg anschloss. „Es kommt Bewegung rein, auch in Übach-Palenberg”, sagte er, worin er zudem die Chancen als gut einschätzte, zum Beginn des Rechtsanspruchs alle zehn Kitas im Stadtgebiet für die U3-Betreuung fit zu machen.

Ulla Sevenich-Matar blickte abschließend noch etwas über die erst in gut zwei Jahren aktuellen gesetzlichen Bestimmungen hinaus: „Ich vermute”, schloss sie mit Blick auf die steigende Nachfrage, „dass wir nicht bei nur zwölf Kindern bleiben werden.”
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