Spaß und Hilfe: Kinder und Senioren zusammengebracht

Von: Renate Kolodzey
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Karin Heinrichs, Inhaberin der Heinrichs Gruppe, und Hans-Josef Thelen, zweiter Vorsitzender der Fördervereins. Foto: Renate Kolodzey

Gangelt-Kreutzrath. „Ein herausragendes Unternehmen bietet exzellente Produkte und Dienstleistungen und ist gleichzeitig bestrebt, eine bessere Welt zu schaffen“, meinte schon Bill Ford von der gleichnamigen Autodynastie. Wenn Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen, sagt man, gewinnen alle: Gemeinwesen, Arbeitgeber und Mitarbeiter.

Dies dachten sich auch Karin und Johannes Heinrichs, die 1993 ihr Familienunternehmen „Heinrichs Gruppe“ für Dienstleistungen im Pflegebereich gründeten und damals in Breberen ein Seniorenzentrum mit 54 Pflegeplätzen eröffneten. Inzwischen beschäftigen sie rund 1200 Mitarbeiter an 20 Standorten.

Im Jahre 2006 rief das Ehepaar den Förderverein „Seniorenzentrum Breberen ist sozial – Wir fördern Kinder“ ins Leben. Karin Heinrichs erklärt: „Die Grundidee war die Förderung von bedürftigen Kindern. Wir wollten jedoch, dass sie auch eine Gegenleistung erbringen.“ Da sie wussten, dass die Bewohner der Seniorenheime kaum Kontakt zum jüngeren Nachwuchs hatten, kombinierten sie einfach beides miteinander.

„Wir führen viele Aktionen mit Grundschulen durch, bei denen Schüler die Heime besuchen. Die Senioren blühen auf, und die Sprösslinge haben Spaß“, schildert Heinrichs. Für die Kleinen aus den Kindergärten, die beispielsweise das Seniorenzentrum Breberen alle 14 Tage besuchen, sind die Besuche bei den alten Menschen immer ein Highlight, weiß sie. Viele von ihnen haben keine Großeltern und lernen so die ältere Generation kennen. „Selbst, wenn die Kinder größer sind, kommen manche von ihnen noch vorbei“, freut sie sich.

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, der seinen Sitz in Kreuzrath hat, gehören Willi Stotzem, erster Vorsitzender, und Hans-Josef Thelen, zweiter Vorsitzender. „Insgesamt haben wir sieben Vorstandsmitglieder“, erläutert Thelen, der sich, wie auch seine Kollegen, als Mitarbeiter der Heinrichs Gruppe ehrenamtlich engagiert. Auch die Finanzmittel stammen – neben Spenden von außerhalb – zum großen Teil von Beschäftigten des eigenen Unternehmens, die auf freiwilliger Basis monatlich einen Euro oder mehr zahlen. Die Gesamtsumme der Mitarbeiter wird sodann von der Familie Heinrichs verdoppelt.

Vielfältige Projekte

2016 konnte der Förderverein sein zehnjähriges Jubiläum feiern. „In den zehn Jahren hat sich viel getan“, erzählt Heinrichs. Heute würden auch andere Projekte gefördert. So seit zwei Jahren die Nachmittagsbetreuung und das Mittagessen von bedürftigen Kindern in Schulen. Die „Integrative Spielgruppe der Stadt Geilenkirchen“ finanziere der Verein seit 2016 zusammen mit dem Lions Club.

Thelen hebt die Kooperation mit der Gesamtschule Selfkant-Gangelt in Höngen hervor. Man habe deren Big Band mit Instrumenten unterstützt, und diese führe regelmäßig Konzerte im Seniorenheim in Mindergangelt auf. Auch veranstalte die Theatergruppe der Schule zur Weihnachtszeit dort stets ein Krippenspiel.

Die Projekte sind äußerst vielfältig. „Wir haben schon eine Reittherapie im Selfkant unterstützt und eine Delfin-Therapie für einen kranken Jungen“, sagt Heinrichs. Teils fehlten Kindern und Jugendlichen finanzielle Mittel, um den Sportverein oder die Musikschule zu besuchen oder zur Mathe-Nachhilfe zu gehen. Auch an die Kinderkrebshilfe Ophoven und den Verein „Partnerschaft für Afrika“ überwies der Verein schon Gelder.

Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz. „Derzeit planen wir zusammen mit dem Familienzentrum Lindenbaum ein Fest unter dem Motto „Alle zusammen. Für Inklusion“ in Kreuzrath, wo die Hauptverwaltung ihren Sitz hat“, verrät Thelen. Hierzu seien im September alle Kitas und Grundschulen, die mit dem Förderverein kooperieren, sowie die Mitarbeiter der Heinrichs Gruppe und deren Kinder herzlich eingeladen.

Weitere Infos im Internet unter www.generation-hilft.de oder an info@generation-hilft.de. Spenden sind herzlich willkommen.

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