Geilenkirchen-Beeck - Spaß mit der Gier nach schwarzem Beutel

Spaß mit der Gier nach schwarzem Beutel

Von: a.s.
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Den ohnmächtigen Waldarbeiteer Hartmut (Hubert Mones) glaubt Martha (Regina Mones) nur mit Wasser aus der Jauche-Kelle aufwecken zu können. Eine von rasant-spaßigen Szenen im Beecker Theater. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Beeck. Tränen in den Augen müssen nicht immer etwas Schlimmes sein. Denn sind sie vor lauter Lachen geflossen, können sich die Laienschauspieler aus Beeck sicher sein, dass ihr Stück auch in diesem Jahr ein voller Erfolg war. Erst am Wochenende war die – vorerst – letzte Aufführung des Lustspiels „Natur pur“.

Dieser Dreiakter, geschrieben von Bernd Gombold, sorgt mit den Irrungen und Wirrungen einer „ganz normalen Familie“ für zahlreiche bizarre Begegnungen und noch weitaus mehr herrliche Missverständnisse. Zur Premiere des Stücks bot die Theatergruppe in Beeck eine Überraschung für die Zuschauer mit einem ungewohnten, aber frischen grünen Bühnenbild, das dem „Spehls Böschke“ nachempfunden war.

Ins Rollen kommt die Bühnengeschichte durch Oma Maria (Gisela Küppers). Diese hatte ihre erwachsenen, aber nicht ganz einfach zu nehmenden und vor allem untereinander zerstrittenen Kinder anlässlich ihres 75. Geburtstags in ihre recht einfache Waldhütte eingeladen. Da kamen der leicht stotternde und noch bei seiner Mutter wohnende Sohn Rudi (Leo Claßen) und die resolute und ledige Tochter Martha (Regina Mones). Es folgten der liberale Sohn Erich (Michael Schlösser) und dessen die Sauberkeit schätzende, aber Insekten hassende Gattin Lydia (Gisela Jansen).

Eine nervöse Beichte

Alle Herbeigerufenen meckerten über das bevorstehende Campen im Wald, lediglich Enkelin Christine (Lorna Schmitz) fand Omas Idee „voll cool“. Als Oma jedoch einen schwarzen Beutel mit viel Geld findet, geht der Spaß erst richtig los: Die Geldgier der Kinder wird geweckt, und gegenseitig treiben sie sich auf das Äußerste, um bei Oma am meisten zu punkten und letztendlich von dem Geldsegen zu profitieren.

Da wird beim Holzsuchen, Taschentragen und Bootklarmachen gewetteifert und stets nur in den lieblichsten Tönen um Großmutters Gunst geworben. Gleichzeitig tauchen immer wieder neue Personen im Wald auf, die alle ein besonderes Interesse an dem schwarzen Beutel zeigen oder versuchen, unbedingt in die Hütte zu kommen. Die um Hilfe rufende Nordic-Walkerin Carola Kugel (Gerda Cüster) kommt hinzu und überrascht mit einer nervösen Beichte, und der Schmetterlingsfänger Wilhelm Würmlein (Friedhelm Schmitz) sorgt für Verwirrung, indem er an merkwürdigen Stellen nach dem schwarzen Beutel sucht.

Des weiteren taucht der Waldarbeiter Hartmut Hammer (Hubert Mones) auf, der sich mal mit Axt, mal mit Kettensäge der Hütte leisen Schrittes zu nähern versucht. Wenn dann noch Christines Freund Thorsten (Detlef Kerseboom) und der „komische Vogel“ Tom (Daniel Bräuer) auftauchen, fragt selbst der aufmerksame Zuschauer sich, wer denn jetzt eigentlich der Bösewicht ist.

Wer den schwarzen Beutel am Ende bekommt, woher das Geld überhaupt stammt und ob die Streitigkeiten in der Familie nicht doch noch beigelegt werden können, erfahren die Zuschauer erst in den letzten, alles auflösenden Szenen. Für zahlreiche herzhafte Lacher war jedoch auch schon vorher bestens gesorgt. Der mehrfache und überraschende Einsatz von Wasser ließ auf den ersten Schreck immer wieder das Zwerchfell beben. Zudem sorgte das Durchsuchen der Taschen des irrtümlich als Kriminellen verdächtigten Schmetterlingsfänger Wilhelm Würmlein (Friedhelm Schmitz) für eine Sternstunde, da er dabei im Wortsinn auf den Kopf gestellt wurde. Auch war der Anblick von vier Erwachsenen, die versuchten, ein kleines Zelt aufzubauen, voller Unterhaltungspotenzial. Denn nicht zuletzt mit den Schimmelflecken hatte Sauberfrau Lydia so ihre Probleme.

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