Sonderausstellung im „Historisches Klassenzimmer“

Von: g.s.
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Ortsvorsteher Friedhelm Thelen (2.v.l.) lässt sich von Dr. Ferdinand Zander (l.), Rudolf Müller, Annemarie Veckes, Marianne Höppener, Ingrid Müller und Martha Plum (v.r.) durch die Ausstellung führen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Immendorf. Wie schon in den vergangenen Jahren hatte sich das Museum „Historisches Klassenzimmer“ in Geilenkirchen-Immendorf wieder mit einer Sonderausstellung am 38. Internationalen Museumstag beteiligt.

Der Tag des Museums macht auf die Vielfalt der Musealen Einrichtungen aufmerksam und hebt die damit verbundene Bedeutung der Museumsarbeit für das gesellschaftliche und kulturelle Leben hervor. Mit dem diesjährigen Museumstag versuchten 6500 Museen in Deutschland die Menschen für ihre Einrichtung zu begeistern. Diesmal drehte sich alles um das Thema „Märchen“, und da gab es vieles zu erzählen.

Der Vorsitzende des Historischen Klassenzimmers, Rudolf Müller, und sein am Sonntag tätiges Team mit Marianne Höppener, Ingrid Müller, Martha Plum, Annemarie Veckes und Dr. Ferdinand Zander präsentierten in der Sonderausstellung eine große Anzahl von Märchenbüchern aus dem eigenen Museums-Bestand, deren Inhalte nicht nur Kindern bestens bekannt sein dürften.

Darunter waren neben Volksgutmärchen unbekannter Herkunft auch Werke von wenig bekannten Autoren. Aber auch viele Leihgaben gewährten einen Einblick in die Welt von Märchen und Sagen. Neben dem Textteil enthielten einige Märchenbücher wundervolle Bilder und Darstellungen, die besonders junge Betrachter faszinierten.

Die bunte Sammlung lud zum Stöbern und Betrachten ein, und wer sich in vergangene Zeiten zurück versetzt fühlte, konnte seinen Träumen freien Lauf lassen. Neben den Büchern fielen beim Betreten des Ausstellungsraumes besonders die großflächigen Schulwandbilder mit bunten Märchendarstellungen auf. Alle stammen als dem Fundus des Klassenzimmers, genauso wie die großformatigen Karten von Dornröschen, Rotkäppchen, den sieben Geißlein oder den Bremer Stadtmusikanten.

Die Exponate hingen früher an Schulwänden und haben sich bei vielen Schülergenerationen eingeprägt. Bei der Ausstellung war auch Wilhelm Busch vertreten, der sich mit seinen frechen Zeichnungen und Darstellungen einen Namen gemacht hat. Eine Stellwand beschäftigte sich mit Hintergrundinformationen über die Ursprünge von Märchen sowie mit dem Leben und Wirken der entsprechenden Autoren und Dichter.

Die Besucher sahen sich zudem den „tradierten Generationen“ gegenüber, die die Ausstellungsmacher in das Gesamtkonzept eingebunden hatten. „Hier haben wir das Thema Großeltern-Enkel-Verhältnis beleuchtet“, erklärt Rudolf Müller. Diese verstünden sich bestens auf das Vorlesen der Märchen, die Enkelkinder würden gespannt ihren Worten lauschen. Die gezeigten Kolumnen und Reportagen ließen selbst die in Märchen oft negativ dargestellten „Stiefmütter“ zu Wort kommen. Beim Vorlesen würden Eltern oder Großeltern aber oft furchteinflößende Details fortlassen.

„Es bleibt aber immer der Zauber der Welt, in der Tiere sprechen können und Fabelwesen erscheinen“, so der Museumsleiter. Abgerundet wurde der Museumstag durch Märchen-Erzählerin Christel König aus Randerath, die die Zuhörer begeisterte.

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