Geilenkirchen - Sommerfest im Therapiezentrum: Zeit zum Reden ist das Wichtigste

Sommerfest im Therapiezentrum: Zeit zum Reden ist das Wichtigste

Von: Barbara Nießen
Letzte Aktualisierung:
Zentrum
Gute Gemeinschaft: Hans-Rainer Hubbes, Leiter des Median-Therapiezentrums Loherhof (Mitte), Stellvertreterin Gabriele Härter und Vermieter Freddy Solty.

Geilenkirchen. Es ist ein sonniger, spätsommerlicher Nachmittag. Um die 150 Gäste besuchen das Sommerfest des Median Therapiezentrums Loherhof. Musik spielt im Hintergrund und es duftet nach frisch gebackenen Reibekuchen. „Das Sommerfest findet dieses Jahr schon zum 15. Mal statt“, erklärt Hans-Rainer Hubbes, der Leiter des Therapiezentrums. „Bisher stand das Fest immer unter einem besonderen Motto, doch dieses Jahr haben wir darauf verzichtet. Wir möchten unseren Gästen vor allem Zeit zum Reden geben.“

Und das wird auch in vollen Zügen ausgenutzt. Auf den Bierzeltbänken sitzen die Gäste und plaudern. Zu den Besuchern zählen Klienten, Verwandte, Abordnungen weiterer Median Therapiezentren und auch Vertreter von Kooperationspartnern wie die Gangelter Einrichtung oder die Caritas, „ein erweitertes Familienfest eben“, so Hubbes.

Ganz entspannt und ohne Zeitdruck läuft das Fest ab. Auch die Eröffnungsrede hält Hans-Rainer Hubbes nicht pünktlich um 14 Uhr. „Es soll alles ganz locker und ungezwungen sein“, sagt er. Dies ist an der ganzen Atmosphäre spürbar.

Überwindung lohnt sich

Ein ehemaliger Klient des Therapiezentrums berichtet, dass es etwas Überwindung gekostet habe, nach der langjährigen Behandlung noch einmal hierher zurück zu kommen. Aber er freue sich jetzt doch, dabei zu sein. Hubbes freut sich ebenfalls, ihn wieder zu sehen und zu wissen, dass er auf einem guten Weg sei.

Das Median Therapiezentrum Loherhof ist ein soziotherapeutisches Zentrum für chronisch Suchtkranke. Hubbes: „Wir sind keine Rehabilitationseinrichtung. Bei uns leben die Klienten im Schnitt drei bis fünf Jahre.“ Zurzeit werden 30 Klienten stationär betreut. Außerdem leben nochmals 35 weitere Klienten in eigenen, heimnah betreuten Wohnungen auf dem Loherhof-Gelände.

„Alle 65 Klienten haben bei den Vorbereitungen zum Fest mitgeholfen. So wie es eben bei jedem möglich ist“, erklärt Gabriele Härter, die stellvertretende Leiterin.

Im grünen Garten, umgeben von Obstbäumen und zahlreichen Blumen, genießen die Gäste die Auszeit. Neben Reibekuchen lädt eine Kuchenvielfalt zum Kaffeetrinken und Verweilen ein. Am späteren Nachmittag bietet eine Smoothiebar vitaminreiche Erfrischungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Gute Gemeinschaft

„Doch eines muss man noch erwähnen. Wir könnten hier heute nicht so schön feiern, wenn unser Vermieter nicht so toll wäre. Das ist sehr viel wert. Wir kooperieren bestens“, bringt es Hubbes auf den Punkt.

Der Vermieter Freddy Solty lässt sich das Fest natürlich ebenfalls nicht entgehen: „Wir verwalten hier ein Ensemble. Der Claim ‚Schön.Nah.Erholsam.‘ vom Loherhof passt perfekt dazu. Wir merken nicht, wer Gast oder Klient ist. Alle kommen zu uns, trinken Kaffee und stehen auf dem Golfplatz. Wir sind eine gute Gemeinschaft.“

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