So viele Zuschauer und Tore wie nie zuvor

Von: hk
Letzte Aktualisierung:
rheinland-einmarschfo
Die Mannschaften von Alemannia Aachen und des 1. FC Rheinland Ubach-Palenberg marschierten mit Kindern der Rheinland-Jugendabteilung und Schiedsrichter-Trio auf den Foto: Keusch

Übach-Palenberg. Die Rekorde purzelten geradezu beim Spiel des Zweitligisten, der Aachener Alemannia, am Übach-Palenberger Bucksberg: Der Hauptsponsor der Alemannia hatte am punktspielfreien Länderspiel-Wochenende das so genannte „Spiel deines Lebens” ausgelobt.

1500 Zuschauer, so vom Veranstalter während des Spiels über Lautsprecheranlage verkündet, bedeuten für das inzwischen vom „Golgatha-Aschenplatz” zum Schmuckkästchen umgebauten Kunstrasenplatz mit hervorragender Flutlichtanlage sicherlich einen neuen Zuschauerrekord. Auch für die Kicker aus der Kaiserstadt gab es an diesem Abend etwas zu feiern. In der nicht ganz vollständigen, über 100-jährigen Chronik des Vereins vom Tivoli wird bei einem 24:1 vom höchsten jemals erzielten Sieg gesprochen, der durch ein 22:0 aus längst vergangenen Tagen, dem bisher höchsten Sieg der Schwarz-Gelben, abgelöst wird.

Wohl ein Denkmal werden die Verantwortlichen des 1. FC Rheinland Übach-Palenberg ihrem linken Verteidiger Torben Damgaard setzen. Der 21-Jährige hatte mit seiner Bewerbung für das Spiel über einen Aachener Radiosender derart beeindruckt, dass der Fußball-C-Ligist den Zuschlag für die Partie erhielt.

Die Aachener Alemannia hatte schon vorher zugesagt, bei jedem Gegner, gleichgültig in welcher Klasse er spielt, anzutreten. Die einzige Voraussetzung für die Verantwortlichen des Aachener Vereins war, dass der Platz in Ordnung sein müsse. Und diese Voraussetzungen erfüllte der Fußballklub aus Übach-Palenberg. Ihr Platz war in den letzten Wochen zum Kunstrasenplatz umgebaut worden, der mit der ebenfalls neuen Flutlichtanlage alle Kriterien erfüllt, die auch Profivereine in der Regel stellen.

„Ich selbst wollte gerne einmal gegen einen Zweitligisten und hier besonders gegen die Aachener kicken”, begründete Damgaard seine Bewerbung, in der er auch dargelegt hatte, dass rund um das in Eigenleistung teils neu erstellte, teils umgebaute alte Vereinsheim viel von den Fußballern selbst investiert worden ist. Und noch einiges umzubauen und zu verbessern ist. Wozu der Verein ein solches Spiel und dessen Einnahmen sehr gut gebrauchen kann.

Dennoch entschloss sich der 1. FC Rheinland Übach-Palenberg, bei diesem Spiel keinen Eintritt zu erheben. Alle Zuschauer waren kostenlos dabei, verständlicherweise nutzte die sehr aktive Jugendabteilung der Rheinländer die Gelegenheit, den Besuchern rund um die herrliche Anlage eine „freiwillige Spende” abzunehmen. Denn wann hat man schon einmal die Chance, Fußballer zu sehen wie Benjamin Auer, Nico Herzig, Kevin Kratz, Zoltan Stieber, Thomas Stehle oder David Hohs, die zwar von Trainer Peter Hyballa geschont wurden, aber die Reise nach Übach-Palenberg angetreten hatten und nicht nur für Autogramme, sondern auch den Fans der Aachener Alemannia für ein kurzes Gespräch zur Verfügung standen.

Mit von der Partie gegen den C-Ligisten, der sich vor allen Dingen in der ersten Halbzeit ganz prächtig verkaufte, waren mit Tim Krumpen, Aimen Demai, Timo Achenbach, Tobias Feisthammel, Thomas Zdebel, Marco Höger, Henrik Ojamaa, Tolgay Arslan oder Babacar Gueye bekannte Namen und Gesichter vom Aachener Tivoli.

Neben Torben Damgaard, dem Mann, der für das Spiel am Bucksberg gesorgt hat, wird auch Dennis Kubitza das Spiel gegen die Mannschaft aus der zweiten Bundesliga im Gedächtnis behalten. Denn Kubitza war es, der in der 32. Minute beim Stand von 9:0 für die Aachener für das Ehrentor des Übach-Palenberger C-Ligisten sorgte. Er setzte sich gegen die arg verhalten agierende Alemannia-Abwehr entschlossen durch und versenkte an Keeper Tim Krumpen vorbei zum vielumjubelten 1:9.

Neben Kubitza ragte ein weiterer Akteur aus der Mannschaft des 1. FC Rheinland heraus: Torhüter Uli Mann, immerhin schon 51 Jahre alt, trieb er mit seinen gekonnten Paraden die Aachener Offensivakteure hin und wieder zur Verzweiflung. Ihm war der Beifall der 1500 Zuschauer sicher.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert