Sinne schärfen: Gottesdienst im Schein von Taschenlampen

Von: mabie
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Im Schein der Taschenlampen sehen, aber auch durch Fühlen Erfahrung sammeln: Der Einsatz der Sinne war beim Taschenlampen-Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Hünshoven gefragt. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Von außen war alles ganz normal am frühen Freitagabend. Das Baudenkmal evangelische Kirche Hünshoven trug mit sanftem Licht zur Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt bei. Doch die Fassadenleuchten mit ihren konzentrierten Lichtkegeln wiesen schon auf das hin, was im Inneren stattfand.

Denn zwar war die linke Tür geöffnet, doch von drinnen drangen nicht die sonst üblichen Lichter nach draußen. Vielmehr gab es viele kleine Lichter, die mit ihren teils schnellen Bewegungen immer wieder spotartig anderes Licht in die Kirche warfen.

Schatten huschten über die Wände, Bilder wurden für einen ganz kurzen Moment in all ihrer Strahlkraft sichtbar, und auf dem Boden des Gotteshauses lagen viele akkurat zurechtgemachte Zettel.

Das ungewöhnliche Szenario gehörte zu zwei Gottesdiensten, die nur im Schein von Taschenlampen und nur für die Kinder abgehalten wurden. Aber natürlich durften auch die Eltern wie Großeltern mit dabei sein und die außergewöhnliche Idee mitverfolgen.

Spannender Fühl-Parcours

Da machten sich die mit Stabtaschenlampen oder Kopfleuchten ausgerüsteten jungen Menschen auf die Suche nach Buchstaben, die irgendwo im Kircheninneren verteilt waren. Nach kurzer, intensiver Suche fanden die Zettel mit den Lettern auch die richtige Reihenfolge. So war bei den jüngeren Kindern, denen ein eigener Gottesdienst gewidmet wurde, das Wort „Bethlehem“ zu lesen.

Auf diese Weise konnten die künftigen erwachsenen Gemeindeglieder spielerisch mit der Weihnachtsgeschichte umgehen, erfuhren vieles über die Geschichte von Maria und Josef. Das wurde auch anhand eines im Dunklen natürlich besonders spannenden Fühlparcours weiter vertieft. Da waren auch ein paar Kinder, die ein wenig mit der Lampe unter das abdeckende Tuch schauten, doch die meisten ließen sich von den erfühlten Utensilien, die Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem mitnahmen, im Dunklen begeistern.

In der Bilanz blieb jedoch bei der schönen, außergewöhnlichen Aktion nichts im Dunklen. Ganz im Gegenteil, denn selbst erfahrene Gemeindebesucher konnten an diesem Abend ihre Kirche noch einmal in einem ganz anderen Licht kennenlernen.

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