Geilenkirchen - Showhypnose: Eine Reise ins Unterbewusstsein

Showhypnose: Eine Reise ins Unterbewusstsein

Von: Renate Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
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15 Freiwillige auf der Bühne: Hypnotiseur Carsten Fenner verblüfft das Publikum mit seiner Show. Die meisten befolgen seinen Anweisungen widerstandslos, sogar in Liebesdingen. Foto: R. Kolodzey

Geilenkirchen. „So etwas wie diese Hypnoseshow hat es in Geilenkirchen und Umgebung noch nicht gegeben“, freute sich Max Weiler, Vorsitzender des Fördervereins der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, der die Veranstaltung organisierte. Durch Schulleiter Uwe Böken war der Kontakt mit dem renommierten Hypnotiseur Carsten Fenner zustande gekommen, nachdem er Lehrern der Schule Tiefenentspannung beigebracht hatte.

„Showhypnose live!“ war ankündigt. Der Star lud rund 100 erwartungsvolle Zuschauer zu einer faszinierenden Reise ins Unterbewusstsein ein. Assistiert wurde ihm von seinem Mitarbeiter Christian Siegmund.

Zunächst beantwortete er Fragen aus dem Publikum: „Wacht man wieder auf?“ „Ja!“ „Ist jeder Mensch hypnotisierbar?“ „Ja, wenn er dies möchte.“ Fenner bat die Gäste, ihre Augen zu schließen, die Arme vorzustrecken und die Hände aneinander zu reiben. Er würde jetzt die Zeigefinger magnetisieren, und sie würden sich wie von selbst magisch anziehen. Die Zuschauer waren überrascht, als dies – quasi ohne ihr Zutun – genau so geschah und spendeten reichlich Applaus. Nach weiteren verblüffenden Experimenten holte er 15 Freiwillige auf die Bühne und bat um absolute Ruhe.

Einige mussten sich vor ihn stellen, und bei sanfter Musik sprach er leise mit ihnen und bewegte seine Hände vor Gesicht und Körper langsam auf und nieder. Nach wenigen Sekunden, oh Wunder, fielen sie mit geschlossenen Augen einer nach dem anderen um – direkt in die Arme seines Assistenten, der sie sicher auffing und auf den Boden gleiten ließ. Die Anwesenden konnten es kaum glauben, und ein Raunen ging durch den Saal.

Nun sprach der 38-Jährige die Übrigen an: „Schlafe tief. Atme tief ein und aus. Mit jedem Einatmen lässt du immer mehr los. Fühle dich wohl, Gedanken sind unwichtig. Lasse dein Kinn fallen, deine Arme und Hände. Du entspannst Brustkorb und Beine. Das Tor zu deinem Unterbewusstsein öffnet sich immer mehr. Alles, was ich sage, wird zu deiner Realität. Wenn ich das Wort ‚schlafe‘ sage, fällst du tiefer, und wenn ich das Wort ‚wach‘ sage, wirst du hellwach.“

Alle waren inzwischen in Trance, und er befahl ihnen, aufzuwachen. Ein Arm sollte jedoch nach oben gestreckt und nicht zu bewegen sein. Und in der Tat – die Arme blieben oben! Auch die verdutzte Schulsekretärin, Hedwig Quasten, hielt ihren Arm hoch. „Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert“, sagte sie. „Und wie wollen Sie jetzt Ihrer Arbeit nachgehen?“, fragte Fenner. „Ich bleibe zu Hause!“ Das Publikum, unter ihnen Lehrer, Schüler und der Schulleiter, johlten vor Vergnügen.

Wieder versetzte der Hypnotiseur seine Probanden in Trance und suggerierte, sie seien am Strand und müssten sich am ganzen Körper mit Sonnenmilch eincremen – worum sie sich unter lautem Lachen der Zuschauer eifrig bemühten. Nun sollte die Luft voller Moskitos sein, und alle schlugen danach. Auf Befehl wussten sie sogar ihre eigenen Namen nicht mehr oder dachten, ihr Sitznachbar würde sie in den Po kneifen, was sie in lauten „Aua“-Rufen äußerten. Sagte Fenner, es sei kalt, zitterten alle, gab er die Anweisung, imaginär ein Musikinstrument zu spielen, taten sie dies mit viel Elan.

Die Didaktische Leiterin der Schule, Christel Wolter, musste sich gar in den Künstler verlieben und schmachtete ihn hingerissen an. Am Schluss sollten die Freiwilligen wie ‚Germany‘s next Topmodel‘ posieren und immer, wenn sie den Namen ‚Carsten Fenner‘ hörten, in die Luft springen und „Spitze“ rufen, was sie widerspruchslos und folgsam taten.

Schließlich erlöste sie der Hypnotiseur, und die Gäste, die teils Tränen gelacht hatten, zollten ihm mit einem Riesenapplaus ihren Respekt für seine außergewöhnliche Show.

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