Geilenkirchen - Seminar: Wie mit Demenz-Kranken im Alltag und im Beruf umgehen?

Seminar: Wie mit Demenz-Kranken im Alltag und im Beruf umgehen?

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Das Tagesseminar „Ja, und jetzt?“ liefert Informationen für Angehörige und Menschen, die beruflich viel mit Senioren zu tun haben. Es sollen die Grundlagen der allgemeinenen Kommunikation vermittelt werden. Foto: Felix Kästle/dpa

Geilenkirchen. Im Rahmen der altengerechten Quartiersarbeit Bauchem findet am Samstag, 4. November, von 9 bis 16 Uhr ein Tagesseminar zum Thema „Ja, und jetzt? – Kommunikation mit dementiell veränderten Menschen im Alltag und Geschäftsleben verstehen lernen“ im Altenheim Burg Trips, Zum Kniepbusch 5, statt.

Im Alltag treffen wir immer häufiger auf dementiell veränderte Menschen und wissen oft gar nicht, wie wir mit ihrem Verhalten umzugehen haben. Um diesen Personenkreis im Alltag zu schützen und zu unterstützen, sind viele kleine Hilfestellungen notwendig, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Dementiell veränderte Menschen, auch in frühen Phasen, haben aufgrund ihrer Erkrankung oft so ganz andere Bedürfnisse/Sehnsüchte und auch andere Kommunikationsformen als wir Gesunden.

Es geht in diesem Tagesseminar darum, einen neuen Blick zu erarbeiten, in die Welt der dementiell Erkrankten „einzutauchen“ und deren „andere Bedürfnisse und Kommunikationen“ zu erkennen und verstehen zu lernen. Dies dient als Grundlage für ein besseres Verständnis auf beiden Seiten.

Folgende Einzelaspekte werden behandelt: Wahrnehmungspsychologie, Grundlagen der allgemeinen Kommunikation und Gesprächsführung, Grundlagen zum Thema „Demenz-Welten“ verstehen lernen, Sehnsüchte der Menschen verstehen, Angst, Liebe und Anerkennung, Angemessenes Verhalten entwickeln, den dementiell erkrankten Menschen als Lehrer verstehen, „Weglauf- oder Hinlauf-Tendenz“, Bedürfnisse deuten lernen sowie wichtige allgemeine Umgangsformen, Stil und Etikette.

Die Quartiersentwicklerin, Melanie Hafers-Weinberg bietet in Kooperation mit der Franziskus Akademie diesen Grundstein zum Umgang mit dementiell veränderten Menschen an.

Als Referent konnte der Diplom-Theologe Stefan W. Knor, Leiter der Franziskus Akademie, gewonnen werden. Inhaltlich ist die Veranstaltung für alle Dienstleister, die in beruflichen Alltagssituationen oder in Ausübung des Ehrenamtes Kontakt mit alternden Menschen, insbesondere Menschen mit Demenz haben, konzipiert.

Zielgruppen sind beispielsweise Mitarbeiter in Behörden, Banken, der Polizei und Feuerwehr, in Krankenhäusern, stationären Einrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Apotheken, öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxifahrer, Mitarbeiter im Einzelhandel oder auch pflegende Angehörige.

Anmeldungen zur Veranstaltung nimmt Kristina Knipprath unter der Telefonnummer Telefon 02451/62099990 entgegen. Sie beantwortet auch Fragen zum Tagesseminar. Das Projekt wird von der „altengerechten Quartiersarbeit Bauchem“ und dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

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