Seltene Kreuzkröten behalten ihren neuen Lebensraum

Von: fw
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Übach-Palenberg. Die Bagger sind längst verschwunden. Die Natur kehrt allmählich zurück. Seit zweieinhalb Jahren ist der Tagebau Marienberg außer Betrieb. Die Rekultivierung durch den Betreiber, die Rheinischen Baustoffwerke, ist in vollem Gange.

Um festzustellen, was derzeit in der Grube keucht und fleucht, hat der Naturschutzbund, Ortsgruppe Übach-Palenberg/Geilenkirchen, eine Kartierung vorgenommen. Und das Ergebnis ist durchaus frappierend.

Horst Tacken von der Stadtverwaltung Übach-Palenberg informierte den Bau- und Umweltausschuss darüber, dass sich in dem ehemaligen Kiestagebau hochseltene Tierchen angesiedelt haben: so auch die Kreuzkröte, eine Amphibie, die nach Angaben Tackens ganz oben auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht und auch nach europäischen Recht einen strengen Artenschutz genießt.

Problematisch ist nur, dass sich die Kreuzkröte auf einem nährstoffarmen Sandkiesboden in einem nassen Bereich eingerichtet und bereits vermehrt hat, der - laut Rekultivierungsplan - zu einer Talwiese mit Naherholungswert umgewandelt werden soll. „Das Biotop für die Kröte werden wir wohl erhalten müssen, dafür spricht schon das EU-Recht”, erklärte Horst Tacken. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch berichtet von einem Gespräch mit dem Nabu: „Dort haben wir Einvernehmen darüber erzielt, dass das Gebiet Mensch und Tier zur Verfügung stehen soll.”

Reibungsverluste werde man wohl oder übel in Kauf nehmen müssen. Der Ausschuss war sich darin einig, das Kröten-Reich von der künftigen Talwiese auszunehmen. Wanderwege, die angelegt werden, umgehen das Biotop, so dass kein direkter, störender Kontakt zwischen Mensch und Kreuzkröte gegeben ist.

Man will die tierische Entwicklung zunächst abwarten und - auf Vorschlag Tackens - dann sehen, was zu machen ist, wenn der rekultivierte Tagebau planmäßig in städtische Hand übergeht.
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