Gangelt - Selfkantbahn startet mit Nikolaus ins winterliche Vergnügen

Selfkantbahn startet mit Nikolaus ins winterliche Vergnügen

Von: mabie
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Strahlende Kinderaugen hinter beschlagenen Scheiben: Wenn der Nikolaus die Fahrten der historischen Selfkantbahn besucht, ist Weihnachten nicht mehr fern.
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Macht Dampf: die Selfkantbahn.

Gangelt. Drei schwere Schläge an der Wand. Drei Mal klopft es am hölzernen Waggon, und auf einmal tritt ein Mann im Nikolausgewand hinein und bringt leckere Sachen mit. Das ist ein Ritual, wie es in jedem Jahr zum Ende des Jahres bei der historischen Selfkantbahn zu sehen ist.

Und damit die Bescherung immer wieder auch schöne Erinnerungen liefert, werden die jüngsten Gäste der am Samstag bei der Selfkantbahn gestarteten Nikolausfahrten immer auch mit einem Händedruck begrüßt.

Knecht Ruprecht, der ganz in Schwarz gehüllt dahinter mit Sack und Rute wartet, kommt natürlich nicht zum Einsatz, er gehört aber dazu. Genau wie die vielen klickenden Fotoapparate und die Aufregung – beispielsweise bei Ida und Ben, als sie den Mann mit dem prächtigen roten Gewand, der Mitra, dem Rauschebart und dem Bischofsstab sehen.

„Guck mal da, der Nikolaus“, heißt es auch wenige Minuten später, wenn der Dampfzug schnaubend im Bahnhof Schierwaldenrath einläuft und sich Bischof und Knecht auf den Weg ins Festzelt machen.

Die Arbeit vom Nikolaus ist mit dem Zustieg und der Bescherung übrigens noch nicht getan, er sorgt noch für Laune bei der anschließenden kleinen Feier im Festzelt, ehe es für die Fahrgäste wieder zurückgeht und der Nikolaus sich mit seinem Helfer ebenfalls wieder auf den Rückweg macht, um bei der nächsten Fahrt in leuchtende Kinderaugen zu schauen.

Statt wie vor ein paar Jahren noch mit einer Kutsche, reist der Nikolaus übrigens mit einem zu seinem Gewand passenden, rot-weißen „Bulli“ von Termin zu Termin.

Pünktliche Buchung nötig

Schnee war am Samstag nicht zu sehen, wohl aber die ganz vielen leuchtenden Kinderaugen, die sich in den historischen Wagen erstmal per typischer Handbewegung auf den beschlagenen Scheiben den Durchblick verschafften.

Den hatten natürlich auch die erwachsenen Gäste, wussten sie doch vorab schon um die Beliebtheit der Fahrten durch das am Sonntagmittag doch noch leicht verschneite Winter-Wunderland. Pünktliche Buchung der Fahrten gehörten ebenso dazu wie ein frisch geladener Kamera-Akku. Denn so viele tolle Fotomotive mit dem vor Dampf schnaufenden stählernen Ross darf man sich einfach nicht entgehen lassen.

Und das kommt nicht von ungefähr, denn die Luft am Samstagmorgen war kalt und klar, ließ jede noch so kleine Rauch- und Dampfschwade bestens erkennen. Wem es draußen bei den kleinen Stopps und der gemächlichen Fahrt zu kalt wurde, der zog sich gerne ins Innere der urigen Waggons zurück, die mit Briketts oder Dampf beheizt werden.

Bis zur letzten Fahrt am Sonntag, 20. Dezember, um 17 Uhr, sorgt diese einmalige Kulisse für fast ausgebuchte Züge in der langsam winterlich werdenden Landschaft.

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