Geilenkirchen - Seine Bilder verströmen einen Blütenduft

Seine Bilder verströmen einen Blütenduft

Von: Georg Schmitz
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Horst Zocher stellt im Festsaal des Franziskusheim ein Dutzend detailgenaue Fotografien von wunderschönen Blüten aus. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Blütenpracht zum Frühling - in der Natur müssen wir uns noch etwas gedulden. Doch in seiner Foto-Ausstellung im Festsaal des Franziskusheimes in Geilenkirchen präsentiert Horst Zocher eine bunte Vielfalt, überschrieben mit dem Titel „Sinnliche Blüten”. Der Hobbyfotograf zeigt zwei Dutzend detailgetreuer Blumen-Bilder. Zocher fixiert den Moment mit dem Druck auf den Auslöser der Kamera, das Ergebnis sind wunderschöne Motive.

In Jena am 31. März 1945 geboren und Berlin aufgewachsen, führte die Bundeswehr Zocher über Wuppertal nach Geilenkirchen. Schon im Kindesalter besaß er einen Fotoapparat und schoss damit 1956 seine ersten Fotos. Die Fotografie wurde zu seinem Hobby und später zu seiner Profession. So richtete er etwa ab 1960 mit wachsendem Eifer sein Objektiv auf alles, was sich ihm anbot.

Über eine fotografische Grundausbildung bei der VHS und über die Leitung des Foto-Hobbyshops beim Flugkörpergeschwader II in Wuppertal und Geilenkirchen bis hin zu einer freiberuflichen Tätigkeit zieht sich die Fotografie neben seinem Dienst als Berufssoldat der Bundeswehr als roter Faden durch sein Leben. So sah es jedenfalls Kulturamtsleiter Gort Houben, der den ausstellenden Künstler bei der Vernissage im Franziskusheim kurz vorstellte. Horst Zochers Handwerkzeug seien eine gute Kamera, ein geübtes Auge für das Motiv und die Fantasie für das spätere Bild.

„So entstehen handwerklich ausgereifte Bilder als Dokumentation von Reisen in ferne Länder, als Porträts von Menschen und Tieren sowie als Betrachtungen von Pflanzen und Landschaften”, umschrieb Houben die Ergebnisse Zochers fotografischen Schaffens.

Nach seiner Ausstellung mit Schnappschüssen von seinen Afrika-, Amerika- und Palästina-Reisen im Haus Grafen vor wenigen Monaten präsentiere Zocher nun die „Schönheit und Einzigartigkeit einer Blüte”.

Ziel sei es gewesen, die Sinnlichkeit der Blüten in dem Zustand zu verdeutlichen, mit denen Pflanzen die Insekten zur Befruchtung anlocken. Gort Houben: „Mit einem Augenzwinkern zeigt uns Horst Zocher diese besondere Form der Aktfotografie - eine Aktfotografie der Blüte in ihrer ursprünglichen Schönheit und unschuldigen Nacktheit, eben so, wie sie von der Natur geschaffen wurde.” Dieses Spiel der Formen und Farben, das Zusammenwirken von Bild und Assoziation nach sinnlich-verführerischem Duft von Rosen oder Jasmin würden das Besondere dieser Ausstellung ausmachen. Dies sei das „Mehr” in den Werken Zochers, das ihn über das bloße Handwerkliche erhebe und zum Künstler mache, meinte Gort Houben abschließend.

Nach fünf Gemeinschaftsausstellungen ist dies die zweite Einzelpräsentation von Werken des Horst Zocher. Die Motive holte sich Zocher im Sommer und Herbst 2010 in verschiedenen Parks in und um Berlin, Vaals, Kerkrade, aber auch im Dohmen-Park in Übach-Palenberg vor das Objektiv. „Die Menschen und ihr Umfeld stehen bei meiner Fotografie im Vordergrund”, erzählt Horst Zocher. Zu diesem Umfeld gehört natürlich auch die Natur. „Fotografieren lässt mir Raum für Gefühle, erfordert auch Sinn für die moderne Technik und verlangt Freude am kontinuierlichen Lernen”, fügt er noch hinzu.

Sein Dank richtete sich an die Ehefrau, ohne deren Unterstützung er seinem Hobby nicht nachgehen könne, und an das Franziskusheim, das ihm diese Ausstellung ermögliche.

Heimleiter Mario Ohnesorg verweist auf die Pflege von Kultur, die im Franziskusheim eine lange Tradition habe. „Auch hier pulsiert das Leben”, so Ohnesorg. Während Alexandra Javdoschin die Vernissage mit Piano-Musik untermalte, konnten sich die rund 100 Besucher einen ersten Überblick über die Vielfalt der Blütenpracht verschaffen.

Bis zum 1. April zu besichtigen

Zu besichtigen ist die Ausstellung im Festsaal des Franziskusheim für die Öffentlichkeit noch bis einschließlich Freitag, 1. April.

Die Präsentation ist täglich von 10 bis 16 Uhr zugänglich.

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