Seelenruhe prägt den Könner am Brett

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Ganz entscheidend kommt es auf ständiges Training, wie hier in der Nachwuchsabteilung der Übach-Palenberger Schachvereinigung, an: Nur so können sich Schachspieler - rechts im Bild Till Quintana - immer weiter entwickeln. Foto: Keusch

Übach-Palenberg. „An eine Begebenheit erinnere ich mich noch sehr genau”, blickt Martina Quintana, Jugendleiterin der Schachvereinigung Übach-Palenberg, an ein Turnier in Brühl zurück: „Da ging die Sirene, die Feuerwehr kam mit mehreren Fahrzeugen, und die Akteure an den Schachbrettern spielten trotz des Aufruhrs seelenruhig ihre Partie zu Ende!”

Martina Quintana glaubt, dass Schachspieler genauso sind: „Die kann nichts und niemand aus der Ruhe bringen”, blickt sie auf ihr Brühler Erlebnis zurück.

Die Übach-Palenberger Schachvereinigung ist einer der größeren von sechs Schachvereinen im Kreis Heinsberg -Êmit 70 Mitgliedern, wovon immerhin 30 Jugendliche sind.

„Auf unsere Jugendarbeit legen wir sehr großen Wert, denn der Nachwuchs ist die Zukunft eines jeden Vereins.” Dabei kam sie zum Ehrenamt „Jugendleiterin” wie die Jungfrau zum Kind. „Meinen Sohn Till zog es noch im sehr kindlichen Alter zu den Schachfreunden. Weil er noch relativ jung war bei den Anfängen seines Schachspiels, bin ich halt mitgegangen.” Und wie das so ist: wenn man ständig daneben steht, wird man angesprochen, ob man nicht diese oder jene Arbeit für den Verein übernehmen möchte.

„Seit sechs Jahren bin ich inzwischen Jugendleiterin unserer Übach-Palenberger Schachvereinigung”, sagt die Frau, die in der Woche durchschnittlich rund zehn Stunden Arbeit für den Schachverein leistet. Drei Trainer stehen den Vereinsmitgliedern zur Verfügung, und fast an jedem Wochenende sind irgendwo Wettkämpfe. Dabei erzielen die Übach-Palenberger Schachspieler auch viele Erfolge.

Derzeit kämpft die 2. Mannschaft, in der schon einige Jugendliche zum Einsatz kommen, um den Aufstieg: „Die Mannschaft ist Tabellenführer der Kreisliga und hat die Möglichkeit aufzusteigen, um in der kommenden Saison in der Bezirksliga aktiv zu werden”, freut sich Quintana auf die Herausforderungen, die auf die jungen Schachspieler zukommen werden.
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