Schwimmverein: Schrumpfende Mitgliederzahlen, wachsende Sorgen

Von: Markus Bienwald
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Im Wasser geben die VfR-Schwimmer immer alles. Doch warum werden sie immer weniger? Foto: Markus Bienwald
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Der neue Vorstand der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg mit Vorsitzendem Tim Böven, Kassenwart Clemens Ortmanns, Geschäftsführerin Christina Jungnitsch, Pressewart Herbert Lataster, Wasserballwart Jens Ueberdick, Jugendvertreter Steffen Rothärmel, Manfred Ehmig, Fachwart für Freizeit- und Gesundheitssport, und Manfred Rothärmel, Fachwart Schwimmen (v.l.). Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Mit einem weinenden Auge schaue ich auf unsere Mitgliederzahlen“: So kommentierte der Vorsitzende der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg den anhaltenden Mitgliederschwund in einem der größten Vereine der Region.

Während Geschäftsführerin Christina Jungnitsch vom 1. Januar 2016 bis zum gleichen Datum in diesem Jahr einen prozentualen Schwund von 7,3 Prozent erkannte, sind die absoluten Zahlen, die Böven nannte, noch negativer. „Von einst 959 Mitgliedern im Jahr 2014 sind wir auf 808 zurückgefallen“, konstatierte er.

Doch einfach nur die Badehose einzupacken und das Schwimmbad abzuschließen, kommt für ihn und den Vorstand natürlich nicht in Frage. So wurden insgesamt drei Arbeitsgruppen gegründet, die sich ausführlich mit den Gründen des Mitgliederrückgangs befassen. „Sind es die immer mehr werdenden Ganztagsschulen, sind die Kinder und Jugendlichen überlastet, oder sitzen immer mehr Kinder vor den digitalen Medien?“, fragte sich Böven schon im Berichtsheft zur Mitgliederversammlung.

Sicher ist in jedem Fall, dass auch beim größten Schwimmverein im Bezirk Aachen „ohne Moos nix los“ ist. „Durch den Rückgang kommen weniger Mitgliedsbeiträge in unsere Kasse, und so mussten wir in diesem Jahr an einigen Stellen im Haushalt gegensteuern“, sagte Böven. Das Thema Mitglieder wird den Vorstand sicherlich noch einige Zeit beschäftigen, doch es gab natürlich auch viele positive Entwicklungen im Verein. So beispielsweise die Jahresabschlussfeier der Erwachsenen, die nach dem Teilnehmerschwund der letzten Jahre wieder im Aufwind ist.

Der Umzug in die neuen Vereinsräume in der Alten Schule in Marienberg ist auch geglückt, was Böven auch den fleißigen Helfern zuschrieb. „Wer die Räumlichkeiten vorher gesehen hat, der weiß, wie viel Zeit einige unserer Mitglieder dort verbracht haben“, sagte er. Nicht zu vergessen waren die vielen gut besuchten Veranstaltungen wie der traditionelle Schwimmer-Fünfkampf, das Benefizschwimmen, das Sommerfest, das übrigens am Freitag, 7. Juli, in diesem Jahr seine Neuauflage erlebt, und der vierte Sport-, Spiel- und Spaßtag im Ü-Bad.

Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt unterstrich Bürgermeister und Ehrenmitglied Wolfgang Jungnitsch, der auch bei dieser Mitgliederversammlung wieder als Wahlleiter fungierte. Er lobte insbesondere die intakte ehrenamtliche Struktur bei den Schwimmern. „Ich danke euch für die viele Arbeit und ich bin sicher, dass wir einen Vorstand haben, der diesen Verein in die Zukunft führen wird“, sagte er. Dass diese Zukunft auch personell gesichert ist, dafür sorgte bei den Wahlen der Umstand, dass zwei einst vakante Posten wieder besetzt sind. So entschied sich der ehemalige Vorsitzende und langjährige Vordenker des Vereins, Manfred Ehmig, nach einjähriger Vorstandspause nun als einstimmig gewählter Fachwart für Freizeit- und Gesundheitssport zurückzukehren.

„Es hat mich ein wenig gezwickt, dass diese Vorstandsfunktion seit einem Jahr vakant ist“, so Ehmig. Er wolle hier einen besonderen Fokus auf die Altersgruppe 60 plus legen, die als einzige Altersklasse in der Mitgliederübersicht einen deutlichen Zuwachs verzeichnete. Neu im Amt ist auch Lukas Bärwald, wenn auch satzungsgerecht offiziell erst ab Mitte des Jahres. Denn als noch 17-Jähriger darf er offiziell den Posten des Fachwartes für allgemeine Verwaltung und Veranstaltungen erst als Volljähriger übernehmen. So lange wird er aber kommissarisch das Amt leiten und eingearbeitet. Während Geschäftsführerin Christina Jungnitsch im Amt bestätigt wurde, rückt Clemens Ortmanns als neuer Kassenwart anstelle von Marianne Quack nach, die ihren Posten aus beruflichen Gründen niederlegte. So gesehen war es dann trotz manch negativer Vorzeichen doch noch eine sehr gelungene Veranstaltung bei den VfR-Schwimmern.

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