Schwimmbad-Neubau: Ab Mai kann wieder gebadet werden

Von: Udo Stüßer
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Die Arbeiten liegen komplett im Zeitplan: Das Gebäude ist bereits geschlossen, die Innenarbeiten laufen auf Hochtouren.
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Der Technische Beigeordnete Markus Mönter ist mit dem Ablauf zufrieden. Foto: Udo Stüßer
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Hier ist das Kleinkinderbecken zu sehen. Foto: Udo Stüßer
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Ein Blick in die große Schwimmhalle: Das 25-Meter-Becken ist für die laufenden Arbeiten abgedeckt.
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Auch die Wand- und Deckenputzarbeiten laufen in der Schwimmhalle auf Hochtouren.

Geilenkirchen. Frühjahr 2013: Markus Mönter, zu dem Zeitpunkt Leiter des Amtes für Tiefbau und Grünflächen in Neukirchen-Vluyn, freut sich auf seine neue Aufgabe. Im Februar hatte ihn der Geilenkirchener Stadtrat als Nachfolger des ausscheidenden Hans Hausmann zum Technischen Beigeordneten gewählt.

Zum 1. Mai soll er seine neue Stelle im Rathaus antreten. Auf die Arbeit in Geilenkirchen will der neue Beigeordnete bestens vorbereitet sein. Deshalb hat ihm Hausmann bereits Unterlagen über die wichtigsten Projekte in Mönters neuer Heimat zukommen lassen. Eines der großen Projekte ist die Sanierung des Hallenbades. Vor allem die Heizungstechnik ist vollkommen veraltet.

Anfang April erhält Mönter dann einen Anruf von Hans Hausmann: Die Sanierungsunterlagen könne er beiseite legen. „Was Hausmann mir dann mitteilte war auch für mich ein Schock“, blickt Mönter zurück. Ein Großbrand hat am Dienstag, 2. April, das Hallenbad und die Sauna zerstört. Der Schaden geht in die Millionen. Der neue Technische Beigeordnete steht gleich vor Dienstbeginn in Geilenkirchen vor einer großen Aufgabe.

Heute, fast vier Jahre später, sind die Ergebnisse seiner Arbeit und die seiner Mitarbeiter deutlich sichtbar. Das neue Hallenbad steht vor der Fertigstellung. Im Mai, so die derzeitige Planung, soll es eröffnet werden.

Geht man heute über das Gelände, sieht man die Firmenfahrzeuge der verschiedensten Handwerksbetriebe. Derzeit sind viele fleißige Männer mit Estrich-, Wandputz- und Fliesenarbeiten beschäftigt. Gleichzeitig wird an der Elektro- und Lüftungsinstallation gearbeitet, die technischen Versorgungsleitungen werden gedämmt. Auch wurde mit der Rohmontage des Hubbodens im Multifunktionsbecken begonnen.

Im Frühjahr müssen parallel zum weiteren Innenausbau der 800 Quadratmeter große Vorplatz und die 2000 Quadratmeter große Liegewiese angelegt werden. Geht man heute durch das Bauwerk, hat man schon eine gute Vorstellung, wie es sich ab Frühjahr präsentieren wird: Das Foyer wird mit einem Kassenautomaten, mit einer personenbesetzten Kasse, mit einem Snack- und Getränkeautomaten sowie Sitzgelegenheiten ausgestattet. „Eine bewirtschaftete Gastronomie wäre nicht wirtschaftlich“, erklärt Markus Mönter.

Der Umkleidebereich besteht aus einer Sammelumkleide und Einzelkabinen. Den Duschen schließt sich dann die große Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Becken mit fünf Schwimmbahnen, Startblockanlage und Drei-Meter-Sprungturm an. In der kleinen Badehalle befindet sich das zehn Mal zehn Meter große Multifunktionsbecken mit Hubboden, das als Nichtschwimmer- und Kursbecken für Aqua-Fitness genutzt werden kann. Am Kleinkinderbecken mit Sitzgelegenheiten für die Eltern schließt sich ein Wasch- und Wickelraum an. Durch eine große Türanlage gelangt der Besucher auf die weitläufige Liegewiese. Derzeit laufen die Stellenausschreibungen für das einzustellende Personal.

„Wenn das Bad eröffnet ist und sich in der Praxis bewiesen hat, fällt mir ein Stein vom Herzen“, sagt Markus Mönter, der auf mehr als 50 zurückliegende Projektsitzungen zurückblickt. Nach dem Brand ging es zunächst darum, die Ruine zu sichern, die Turnhalle provisorisch nutzbar zu machen und Gutachten in Auftrag zu geben. Dann standen Rat und Verwaltung vor der Frage: Wie kommen wir zu einem neuen Hallenbad? Zunächst holte man sich das Beratungsunternehmen Altenburg mit ins Boot, das reichhaltige Erfahrung in der Planung von Schwimmbädern hat. Als Projektsteuerer wurde die Firma Constrata hinzugezogen. „Eine solche große Maßnahme kann nicht eben von der Verwaltung miterledigt werden, wir haben die Fachleute nicht“, sagt Mönter.

Im Sommer 2014 schließlich wurde noch das Büro Blass-Architekten hinzugeholt, das mit der Planung begann. Vorher hatte man die Meinung der Bürger eingeholt. Rund acht Millionen Euro zahlte im Jahr 2014 die Versicherung. 417.000 Euro wurden für die Sanierung der Turnhalle verwandt. Der Rat hatte entschieden, sich für den Schwimmbadbau auf eine Obergrenze von 7,65 Millionen Euro festzulegen, 200.000 Euro stehen für das noch zu errichtende Vereinsheim zur Verfügung. Im Sommer konnte mit dem Bau des Bades begonnen werden. Über den Bau des Bürgerhauses muss die Politik noch entscheiden.

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