Geilenkirchen - Schwarzlicht bringt Keime an den Tag

Schwarzlicht bringt Keime an den Tag

Von: g.s.
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Schwester Marietta obliegt als Hygienefachkraft auch der Bereich der Händedesinfektion. Zum kommenden Dienstag lädt das Geilenkirchener Krankenhaus St. Elisabeth zum „Tag der Hände” ein. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Hände waschen lernen die Kinder schon in der Schule. Eine perfekte Desinfektion der Hände bedarf aber einer aufwändigeren Prozedur. Aufgrund der in Krankenhäusern auftretenden multiresistenten Keime (MRSA) ist eine intensive Desinfektion der Hände in Kliniken jedoch besonders wichtig.

„Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die Verbesserung der Händedesinfektion das Auftreten von Krankenhausinfektionen reduziert werden konnte”, erläutert Carsten Konstanty, Pflegedienstleiter im St.-Elisabeth-Krankenhaus. Die Geilenkirchener Klinik hat deshalb für Dienstag, 1. März, den dritten „Tag der Hände” eingerichtet.

„Der Tag der Hände hat sich zum Ziel gesetzt, die Händedesinfektion als einen Schwerpunkt für mehr Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung herauszustellen”, erläutert Schwester M. Marietta, für die Hygiene im Geilenkirchener Krankenhaus zuständig.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe in ihrer aktuellen weltweiten Kampagne „Clean care is safer care” (Saubere Pflege ist sichere Pflege) die Händehygiene als eine von fünf Maßnahme zu einem vorrangig Ziel zur Erhöhung der Patientensicherheit genannt. Auch von der Politik und dem Kreisgesundheitsamt Heinsberg würden die Aktionen vorbehaltlos unterstützt.

„Unser Krankenhaus beteiligt sich vor dem Hintergrund von MRSA an den Arbeitskreisen im Gesundheitsamt, mit dem Ziel, einen einheitlichen Hygienestandard zu entwickeln”, lässt Carsten Konstanty verlauten. Das Hygienemanagement müsse angeglichen und eine einheitliche Vorgehensweise erarbeitet werden. Am Ende stehe ein Siegel, mit dem jedes Krankenhaus ausweisen kann, dass die neuesten Hygienestandards beachtet werden.

Aufklärung über Standards

Im Mittelpunkt steht beim „Tag der Hände” die Aufklärung der Mitarbeiter über aktuelle Standards der Desinfektion von Händen. Als Hygienefachkraft hält Schwester Marietta ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Vorschriften.

„Alle Keime werden abgetötet, wenn Hände regelmäßig und gründlich desinfiziert werden”, sagt sie, und Pflegedienstleiter Carsten Konstanty fügt hinzu: „Im Rahmen unseres Hygienemanagements forcieren wir den Umgang mit Desinfektionsmitteln und sensibilisieren unsere 560 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.”

Auf jeder Station, in jedem Patientenzimmer, auf den Visitenwagen aber auch im Eingangsbereich des St.-Elisabeth-Krankenhauses stehen Desinfektionsspender zur Verfügung. Am kommenden Dienstag steht die ganze Palette der Desinfektionsmittel für das „Training” im Foyer des Krankenhauses zur Verfügung. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr haben aber nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch interessierte Patienten und Besucher die Möglichkeit, verschiedene Händedesinfektionsmittel und Hautpflegemittel auszuprobieren.

Das Schwarzlicht einer eigens für diesen Tag aufgestellten „Black Box” macht anhand einer fluoreszierenden Flüssigkeit die Stellen an den Händen sichtbar, die nicht von dem Desinfektionsmittel erreicht wurden. Vor einem Jahr hatten einige Klienten größtenteils ihre Daumen beim Waschen ausgespart, bei anderen wurden auffällige Stellen in den Fingerzwischenräumen offenbart.

Das richtige Desinfizieren aller Handstellen, so die Experten, sei eben das A und O jeder Hygiene.
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