Schulleiterin will nicht alles sofort umkrempeln

Von: vm
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Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Palenberg: Martina Eichler. Foto: V. Müller

Übach-Palenberg. Eine Schultüte hat Martina Eichler zu ihrem Start an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Palenberg bekommen. Mit einem Netzwerkkabel drin, für den guten Draht zum Sekretariat und zum Hausmeister. Mit einem Kompass, damit die Aachenerin sich leicht zurechtfindet. Mit einem langen, auf eine Spule gewickelten Faden, für gute Kontakte. Mit einem Herz, denn das ihre möge immer offen sein. Und mit Mäusespeck. Nervennahrung für die ersten Wochen.

Die sind nun schon rum. Seit 1. Februar ist die 34-Jährige Leiterin der Grundschule, die von 252 Kindern besucht wird und an der 19 Lehrer arbeiten. Damit hat die zweijährige Übergangszeit, in der die Stelle ausgeschrieben und in der Reinhard Howe in Doppelfunktion Leiter in Palenberg und Boscheln war, ein Ende.

Wenn man so will, war der Wechsel nach Übach-Palenberg ein Sprung ins kalte Wasser für Martina Eichler, zuvor unterrichtet hat sie hier nicht. Aber eine „geheime Führung in den Sommerferien“ habe sie netterweise einmal von ihrem Vorgänger bekommen, der habe ihr das Schulgebäude gezeigt. Ihr erster Eindruck? „Das große Schulgebäude erschlägt einen im ersten Moment ein bisschen“, sagt sie und lacht, was sie im übrigen gerne und häufig tut. Am Ende stand für sie aber fest: „Das ist reizvoll.“ Zwei Klassen mehr als an der alten Schule und eben die volle Leitungsfunktion.

Martina Eichler war zuletzt, von 2009 bis 2013, Konrektorin in Hückelhoven-Hilfarth. Davor hat sie an verschiedenen Schulen im Kreis Heinsberg gearbeitet. „Wenn man eine Schulleiterstelle annimmt, ist das an sich schon eine Herausforderung. Wenn die Schule über einen längeren Zeitraum dazu noch kommissarisch geführt wurde, ist die Herausforderung noch ein bisschen größer“, sagt sie. „Auch wenn der Vorgänger das hervorragend gemacht hat.“ Und so eine Herausforderung habe sie gesucht. Und gefunden.

Das freundliche, gelb gestrichene Büro zwischen Barbara-straße und Auf dem Houff ist nun für jeweils drei Tage die Woche ihre Wirkungsstätte. Unterrichten wird die junge Mutter voraussichtlich erst nach den Sommerferien. „Das fehlt mir schon ein bisschen“, gibt die 34-Jährige unumwunden zu. Alleine schon, weil ihr der Kontakt zu den Schülern wichtig sei. Aber erst einmal müsse sie sich einarbeiten und um viele andere Angelegenheiten kümmern. Der Schulhof soll ein neues Klettergerüst bekommen, sie will für eine Einzäunung des Geländes kämpfen und gemeinsam mit dem Kollegium und den Schülern ein Regelwerk aufstellen. Es soll den täglichen Umgang miteinander erleichtern und auch entsprechende Konsequenzen beinhalten, sollte gegen die Regeln verstoßen werden.

Sie sei nicht gekommen, um alles sofort umzukrempeln, sagt sie, sondern um Bewährtes beizubehalten und Neuem offen gegenüber zu stehen. Mit Unterstützung des Kollegiums verschaffe sie sich gerade eine Überblick, wolle alle Klassen besser kennenlernen und auch den Kontakt zum Kindergarten nebenan pflegen.

Also im Prinzip all das umsetzen, was ihr die Kollegen schon in der Schultüte mit auf den Weg gegeben haben.

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