Schulfest: Vor zehn Jahren das Etikett „Europaschule“ erhalten

Von: Georg Schmitz
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Schule
Der Schulchor unter Leitung von Harald Peltzer trug schöne Lieder aus elf Ländern vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Seit zehn Jahren trägt die GGS an der Sittarderstraße den Beinamen „Europaschule“ und diesen besondere Umstand galt es beim diesjährigen Schulfest der Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen gebührend zu feiern.

Die Jungen und Mädchen, aber auch viele Eltern und Großeltern hatten sich zum großen und unterhaltsamen Fest eingefunden. Eine Ausstellung erklärt in Wort und Bild, wie die GGS vor zehn Jahren zur Europaschule wurde. Von 2002 bis 2005 nahm die Grundschule am „Sokrates-Comenius-Projekt“ der Europäischen Gemeinschaft teil, dass die Zusammenarbeit von Schulen auf Europaebene fördern sollte. Über drei Jahre hinweg gab es einen regen Erfahrens- und Ideenaustausch zwischen den Pädagogen von Grundschulen aus verschiedenen Nationen.

So tauschten sich beispielsweise Lehrer und Lehrerinnen der Geilenkirchener Schule mit Kolleginnen und Kollegen aus Griechenland oder Portugal aus und konnten die verschiedenen Schulsysteme vergleichen. Über die Ländergrenzen hinweg hatten sich die Pädagogen Gedanken über das Thema „Olympische Idee 2004“ gemacht und oft waren Kollegen von Partnerschulen in Geilenkirchen zu Gast. Damals war Gottfried Moss noch Leiter der GGS Geilenkirchen und er stellte zu Zeiten von Bürgermeister Franz Beemelmanns auch einen Antrag an die Stadt, sich Europaschule nennen zu dürfen. Dem Antrag wurde statt gegeben.

In der GGS werden seit jeher Kinder mit Migrationshintergrund und deutsche Kinder unter einem Dach unterrichtet. Heute gehen hier Jungen und Mädchen aus 30 Ländern zur Schule. Darauf ist Schulleiterin Annette Maxheim stolz, die nicht die geringsten Probleme mit den unterschiedlichsten Kulturen ausmacht. „Wir spiegeln eine multikulturelle Gesellschaft wider“, sagt Maxheim und ergänzt: „Das wird gar nicht thematisiert, es gehört bei uns zum Alltag.“ In der GGS werde gemeinsam gelernt und es gebe keinerlei Rassismus. 2003 kam dann der große Tag, an dem der GGS Geilenkirchen im Beisein des früheren Europaabgeordneten Armin Laschet der Zusatz „Europaschule“ verliehen wurde.

Das Schulfest stand nun ganz im Zeichen der Internationalität und Musiklehrer Harald Peltzer vergaß nicht, mit dem Piano die Europa-Hymne anzustimmen. Auch Gottfried Moss und weitere ehemalige Pädagogen waren unter den Gästen. Mit „Karibu, Karibu“ begrüßten die Jungen und Mädchen des Schulchores die zahlreichen Gäste, wobei das Lied aus Afrika stammt. „Eigentlich müssten wir Welt-Grundschule heißen, weil wir auch Kinder aus Afrika und Asien haben“, ließ Annette Maxheim wissen. Die Kinder trugen Lieder aus elf Ländern vor und hatten auch Geschichten zum Thema „Europa“ vorbereitet. Ausstellungen und Vorführungen sowie Mitmachaktionen und eine gut bestückte Cafeteria sorgten für Abwechslung beim Schulfest. „Wenn überall auf der Welt die Kinder so zusammen lernen würden wie hier in der GGS, dann wäre die Welt ein besserer Ort“, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler. Und dem ist nichts zuzufügen.

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