Geilenkirchen - Schulfest gibt Einblicke in das pulsierende Leben der Gesamtschule

Schulfest gibt Einblicke in das pulsierende Leben der Gesamtschule

Von: mabie
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Die Schüler zeigten gleich zu Beginn des Schulfestes an der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen ihre Tänze aus zweieinhalb Jahrzehnten lebendiger Schulgeschichte. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Neben den Schülern der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule (ALG) an der Pestalozzistraße gab es auch eine Dame, die am Samstagnachmittag beim Schulfest alle Hände voll zu tun hatte. Birgitta Fleschhut heißt sie, arbeitet bei der Deutschen Post und stempelte beinahe im Akkord an ihrem kleinen Pult in der großen Aula der Schule sogenannte Ersttagsbriefe.

Und zwar nicht irgendwelche, sondern diejenigen Exemplare, die eigens zum 25-jährigen Bestehen der Schule mit der Schuljubiläumsmarke aufgelegt wurden. „Es ist ganz schön was los“, meinte sie nur, ehe auch Bürgermeister Georg Schmitz sich mit den sammelwürdigen Exemplaren eindeckte.

Schmitz war dabei einer unter 1000 Gästen, die bei herrlichem Spätsommerwetter auf das Gelände der Schule strömten. Nach dem offiziellen Festakt Mitte Juni, der mit vielen Rückblicken auf Schulgeschichte und Schulgeschichten gefeiert wurde, war hier das passende Fest dazu. Bunt, mit einem großartigen Programm, knapp 40 Angeboten und vielen Schülern, die durch den gesamten Schulbau wuselten.

Wie es sich für ein ordentliches Fest gehört, gab es neben allem für den Leib auch ganz viel für die Seele. Tanz zum Beispiel, und davon gab es gleich zum Auftakt eine ganze Menge. Gut 20 Schüler stellten sich den Massen in der Aula, und bei schwungvollen Tönen schwangen sie die Hüften und versprühten Lebensfreude pur mit Musiktiteln aus den letzten zweieinhalb Jahrzehnten. Ein Thema allerdings zog sich natürlich wie ein roter Faden auch durch dieses Schulfest an der kurz ALG getauften Schule. Das stete Erinnern an die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur, an den Völkermord und an die Geschehnisse, die auch an Geilenkirchen nicht spurlos vorübergingen, fand seinen Niederschlag.

Nicht nur in einer eindrucksvollen Schau zum Projekt Auschwitz, sondern auch in Liedern, die mit dem Friedensgruß „Schalom“ auch in der heutigen, sich scheinbar wieder radikalisierenden Zeit, an die internationalen Friedenswünsche erinnern. Wer sich die Mühe machte und mit gutem Schuhwerk alle Aktionsflächen und -räume abschritt, der durfte die pulsierende Vielfalt der Schule entdecken. Da wurde beispielsweise aus Altem, scheinbar Verbrauchtem etwas Neues gemacht: beispielsweise aus verbrauchten Fußbällen Zimmerleuchten.

Dieses „Upcycling“ getaufte „Aus-alt-mach-Neu“ passte natürlich auch zum beim offiziellen Festakt von Schulleiter Uwe Böken gemachten Ausspruch, dass die Schule in ihrer Entwicklung nie stehenbleiben dürfe. „Dass diese Schule nicht fertig ist, nie fertig sein wird, ja nie fertig sein darf, ist eine Selbstverständlichkeit“, sagte er, und darauf angesprochen, bekräftigte er seine Aussage gerne noch einmal. „Das ist so, und das bleibt so“, sagte der meinungsstarke Pädagoge.

Dass Schüler wie Lehrer und Eltern sich ebenso meinungs- und bildungsstark zeigten, war an Angeboten wie „Schule in anderen Ländern“, „Deutschland als Auswanderungsland“ oder auch dem augenzwinkernd mit „Der Staub von 25 Jahren“ überschriebenen Projekt in der Schulbibliothek abzulesen.

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