Schützenvereine: „Wir sind auf einem sehr guten Weg“

Von: agsb
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Die Hillensberger Majestäten beim letzten Schützenfest 2005: Für das kommende Jahr hoffen die Schützenbruderschaften auf ein ebenso schönes Schützenfest für das Bergdorf. Foto: agsb

Gangelt-Langbroich. Traditionell findet im Dekanat Gangelt-Selfkant am Ort des letzten Schützenfests die Winterversammlung statt. So auch in diesem Jahr. Die St. Salvator-Schützenbruderschaft zeigte sich in der Bürgerhalle als würdiger Gastgeber. Dekanatsbundesmeister Ludwig Kaprot begrüßte die Vertreter der insgesamt 21 Mitgliedsvereine.

Nach den Grußworten wurde Pfarrer Daniel Wenzel als neuer Dekanatspräses vorgestellt, Vorgänger Ralf Schlösser verlässt Mitte des Jahres den Selfkant und wird beim ersten Schützenfest 2016 (Hillensberg) im würdigen Rahmen verabschiedet. Der Dekanatsbundesmeister blickte auf zahlreiche Veranstaltungen zurück und freute sich über einen lebendiges Schützendekanat mit beispiellosen Schützenfesten.

Wie lebendig das Dekanat ist, zeigte eine lebhafte und faire Diskussionen im Laufe des Abends. Da wurde zum Beispiel nachgefragt, warum geschichtsträchtige und einzigartige Broschüren nicht mit Werbung versehen werden, um die Kosten zu senken. Ludwig Kaprot stand hinter dem Vorstandsbeschluss, auf Werbung zu verzichten, da es sich um Geschichtsdokumente handele, die seinesgleichen suchen. Der Vorstand nahm jedoch den Vorschlag an und prüft bei weiteren Broschüren eine Möglichkeit der Kostenreduzierung.

Lebhaft wurde es auch unter dem Punkt „Verschiedenes“, der ebenfalls auf der Tagesordnung stand. Hier blickte Ludwig Kaprot zum Bund der Historischen Schützenbruderschaften und der bevorstehenden Bundesversammlung in Leverkusen am 13. März.

Nach vielen Kritikpunkten der letzten Jahre möchte sich der Bund öffnen, ganz neu ist nun das Thema der Aufnahme von Asylsuchenden ins Schützenwesen. „Die christlichen Werte und Pflege der Traditionen unserer Bruderschaften stehen dabei nicht zur Debatte“, so Kaprot in Vorgesprächen mit Bundesschützenmeister Emil Vogt. Der Bund plant eine Öffnung. Ein Thesenpapier ist bereits entworfen, aber noch nicht verabschiedet. „Wir werden in Leverkusen nicht alle Punkte beschließen können“, so Diözesanpräses René Mertens zur Versammlung. „Wir sind auf einem sehr guten Weg, möchten keine voreiligen Schlüsse ziehen und die einzeln Punkte sorgsam mit auf den Weg bringen.“

Ein weiterer kurzer Diskussionspunkt war die Einladung zu Kaiserfesten im Dekanat – hier sahen sich manche Bruderschaften in Terminnot. Die gastgebenden Bruderschaften der bevorstehenden Schützenfeste gaben kurz einen Überblick. „Wir empfangen euch auf neuen Straßen, putzt also eure Schuhe“, lachte der Hillensberger Präsident Robert Jütten. Am ersten Juni-Wochenende 2016 ist das Bergdorf Gastgeber. In Kreuzrath findet das zweite Dekanatsschützenfest am letzten Augustwochenende statt – auch hier laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Sebastianus-Schützen Tüddern sind Gastgeber des Jungschützentages in der neuen Westzipfelhalle (6. März).

Am Ende der Winterversammlung wurde traditionell noch eine Sammlung für notleidende, hungernde und schwerkranke Kinder durchgeführt. Von 1981 bis 2001 wurden so rund 9600 Mark gesammelt, von 2002 bis 2014 knapp 4000 Euro. In diesem Jahr kamen weitere 301 Euro hinzu.

Es folgten die Übergabe weiterer Urkunden und Plaketten.

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