Schützenbezirksverband feiert Einkehrtag im Haus Vossen

Von: Georg Schmitz
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Pfarrer Rene Mertens ging auf die christlichen Werte der Schützenbruderschaften und deren Bedeutung für die Gegenwart ein. Foto: Georg Schmitz
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Bezirksbundesmeister Josef Kouchen (2.v.r.) dankte Diözesanpräses Rene Mertens im Beisein der Vorstandsmitglieder Thomas Zilgens (r.) und Hubert Wapelhorst (l.) für dessen nachdenkliche Worte. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Seit 40 Jahren begeht der Schützenbezirksverband Geilenkirchen im Herbst seinen Einkehrtag. Vier Jahrzehnte lang stand der Theresiensaal in Palenberg für die Veranstaltung zur Verfügung. Am Wochenende mussten die Schützen zum ersten Mal in das Haus Vossen nach Gillrath ausweichen.

Schnell fanden die 190 Teilnehmer heraus, dass sich die neue Lokalität bestens für das Fest eignet. So ist davon auszugehen, dass sich das Haus Vossen in Zukunft als Domizil für den Einkehrtag manifestieren wird. Vertreter aller 28 im Bezirksverband agierenden Schützenbruderschaften und -gesellschaften wohnten schon der von Diözesanpräses Pfarrer Rene Mertens geleiteten Messe in der Pfarrkirche St. Mariä Namen bei. Im Anschluss begrüßte Bezirksbundesmeister Josef Kouchen die Schützenschwestern und -brüder im Saal Vossen, wo Gillrather Frauen bereits ein ausgiebiges Frühstück vorbereitet hatten.

Bezirkspräses Pfarrer Winfried Müller war zugegen und ihm sprach Josef Kouchen seinen Dank aus. Denn Müller habe dafür gesorgt, dass der Saal Vossen für den Einkehrtag zur Verfügung steht. Kouchens Dank galt auch der St.-Blasius-Schützenbruderschaft Gillrath, die die Ausrichtung der Veranstaltung übernommen hatte. Besonders die Frauen erhielten viel Applaus von den versammelten Schützen.

Während des Einkehrtages wurde für die Hospizbewegung „Camino“ in Geilenkirchen gesammelt. Die Sammlung erbrachte 571,57 Euro, die alsbald der Einrichtung übergeben werden.

Im Fokus der Festivität stand die Rede von Diözesanpräses Rene Mertens, der unter dem Titel „Christliche und kirchliche Orientierung der Schützenbruderschaften in Gegenwart und Zukunft“ einen Blick auf die Situation der Schützen warf. „Wer heute seinen Glauben lebt, noch dazu in besonderer Form als Schützenschwester oder Schützenbruder, der ist für viele Zeitgenossen ein Exot und eben anders als andere“, sagte Mertens.

Wie oft erlebe der Einzelne, dass er sich schnell rechtfertigen muss, wenn er sich als Schütze engagiere. Auch die Gemeinschaft in jeglicher Form stelle keine Selbstverständlichkeit mehr dar. In der heutigen Zeit werde deutlich, dass der Bezug zu christlichen Werten, zur Kirche und zum Glauben, aber auch zur Gemeinschaft und zum Miteinander nicht nur einem stetigen Wandel unterworfen sei, sondern oftmals in Frage gestellt werde. Mertens: „Es zeigt sich also, dass es, allein um der eigenen Glaubwürdigkeit willen, aber auch um des gesamten Miteinanders willen, unverzichtbar ist, sich den Fragen und Themen zu stellen, die mit dem Selbstverständnis der Schützen und mit ihrem Engagement verbunden sind.“

Es gelte, die gegenwärtige Situation als Herausforderung zu begreifen und anzunehmen und die Zukunft als Geschenk zu sehen und in der Gegenwart aus den Wurzeln der Vergangenheit die Zukunft neu zu gestalten. „Schütze zu sein ist eine Ehre“, machte der Pfarrer klar.

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