Schülervertretungen: Schulisches Leben aktiv gestalten

Von: Anja Klingbeil
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Setzen sich für die Belange d
Setzen sich für die Belange der Schüler ein: Nadine Ahrens (v.l.), Verena Bremer, Burkhard Krystof und Georg Gemünd. Foto: Anja Klingbeil

Übach-Palenberg. Ist ein Schulleben auch ohne Schülervertretung (SV) möglich? „Naja, ohne SV wäre Schule schon denkbar, aber wirklich sinnvoll wäre das nicht”, sagt Georg Gemünd. Er muss es wissen, schließlich war Gemünd viele Jahre lang selbst Vertrauenslehrer an der Realschule Übach-Palenberg.

Die Arbeit dort soll exemplarisch vorgestellt werden für alle Schüler, Lehrer und Eltern, die sich innerhalb der Schülervetretungen engagieren und das Leben an ihren Schulen mitgestalten.

Dabei hat die SV der Übach-Palenberger Realschule gleich zwei Besonderheiten zu bieten: Auf der einen Seite ist da Nadine Ahrens. Die 16-Jährige besucht die 10. Klasse und steht kurz vor ihrem Abschluss. Danach ist ein Jahr Auslandsaufenthalt in den USA geplant samt Besuch der Highschool und anschließend das Abitur in Deutschland.

Planen ist für Nadine das richtige Stichwort. Seit drei Jahren plant sie als Schülersprecherin an vielen Aktivitäten der Schule mit. Als Nadine gerade einmal im 8. Schuljahr war, wurde sie als Schülersprecherin gewählt.

Für eine Realschule ist das recht ungewöhnlich, normalerweise werden erst Mädchen und Jungen der 10. Klasse zu Schülersprechern ernannt. Mit der neuen Position kam eine große Verantwortung auf die heute 16-Jährige zu.

In der Zwickmühle

„Manchmal ist es schon schwer, da bin ich in einer Zwickmühle, weil ich ja schließlich niemanden verletzten möchte”, sagt Nadine. Zu ihr kommen Schüler, die Probleme untereinander oder mit Lehrern haben. In solchen Fällen vermittelt die Schülersprecherin. Als ständiges Mitglied in der Schulkonferenz berät sie mit Eltern und Lehrern, wie das schulische Leben besser gestaltet werden kann. Alle sind gleich stimmberechtigt.

Natürlich bringt das Amt der Schülersprecherin auch einiges an Arbeit mit sich. Nadine ist öfter mal nachmittags in der Schule, um etwa die Valentins- oder Nikolausaktionen zu planen. Derzeit ist eine Aktion zur Fußball-Europameisterschaft in Arbeit, die Nadine federführend leitet.

„Ich habe dabei schon das Gefühl, dass ich da etwas bewirken kann”, sagt Nadine Ahrens. Ihre Mitschüler bestätigen das eindrucksvoll: Dreimal haben sie ihre Schülersprecherin wiedergewählt, andere Kandidaten hatten kaum eine Chance.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Wahl zur Schülervertretung auf Hochtouren. Einen Wahlkampf gibt es in dem Sinne, dass alle Kandidaten im Schaukasten mit einem Foto vorgestellt werden. So kann sich jeder überlegen, wem er seine Stimme gibt. Wahlberechtigt sind alle Mädchen und Jungen der Realschule in Übach-Palenberg, aktuell sind das 517 Schüler.

„Einfach cool”

Im nächsten Schuljahr wird es also einen Nachfolger geben. Nadine verlässt die Realschule. „Doch der wird es mit Sicherheit schwer haben, in ihre Fußstapfen zu treten”, sagt Burkhard Krystof. Auch sein Engagement ist bemerkenswert.

Seit 20 Jahren ist er Vertrauenslehrer. „Ich hatte immer das faire Bestreben, mich für die Schüler einzusetzen”, sagt der 55-Jährige. Und Nadine fügt hinzu: „Er hat immer ein offenes Ohr und gibt einem Ratschläge. Er ist einfach cool!”
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