Schüler sorgen für lebendige Geschichte

Von: st
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Schulleiter Jürgen Pallaske (links), Bürgermeister Thomas Fiedler (Mitte) und Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg, interessieren sich für die Forschungsarbeit der Schüler und Lehrer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Durch dieses Projekt wird Geschichte lebendig. Wir haben nicht nur die reinen Fakten aus Büchern gelernt. Wir verstehen jetzt, was die Menschen damals durchgemacht haben“, erklärt Esther Savelsberg. Die 17-jährige Schülerin des Geilenkirchener St.-Ursula-Gymnasiums gehört einer Projektgruppe aus Schülern und Lehrern an, die zum Thema „70 Jahre Kriegsende in der Region Geilenkirchen“ geforscht hat.

Die zehn Schüler, unterstützt von den Lehrerinnen Laura Schmidt, Anne Ziemons und Ramona Dahlmanns, haben vor einem Jahr mit ihrer Recherche begonnen, haben das Stadtarchiv durchstöbert, Text- und Bilddokumente gesichtet und mit Zeitzeugen gesprochen. Das Ergebnis ihrer aufwendigen Arbeit ist vom 9. Mai bis zum 18. Juni im Haus Basten in einer Ausstellung mit dem Titel „Zwischen Krieg und Frieden – 70 Jahre Kriegsende in der Region Geilenkirchen“ zu sehen.

„Manchen Zeitzeugen fiel es anfangs schwer, über diese Zeit zu sprechen. Aber sie haben es dann doch getan, um die Erinnerung an die damaligen Ereignisse an die jungen Menschen weiterzugeben“, berichtet Laura Schmidt. „Und dann war das Interesse schließlich auch bei den älteren Menschen groß. So wurden aus geplanten einstündigen Gesprächen auch schon mal drei Stunden“, sagt die 17-jährige Wiebke Petrow. „Unser Anliegen war, den Alltag vor Ort in jener Zeit heute transparent zu machen“, erklärt dazu der 16-jährige Yannik Heidbücher.

Die Ergebnisse der Recherche sind auf zwölf Tafeln zu sehen. Mangel und Not, Evakuierung der Bevölkerung und Kampf um Geilenkirchen sind nur einige der Themen. Fotoecken zeigen, wie Geilenkirchen vor 70 Jahren ausgesehen hat und wie die Stadt sich heute präsentiert. Ausgewählte Zeitzeugen kommen an einer Hörstation zu Wort, auch Filme erinnern an das Kriegsende.

„Das ist ein wertvoller Beitrag zur Dokumentation der Stadtgeschichte“, lobt Bürgermeister Thomas Fiedler die Arbeit, während Schulleiter Jürgen Pallaske betont: „Diese Schule fühlt sich der Stadt verbunden.“ Auch Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg, die die Ausstellung und Dokumentation finanziell unterstützt hat, lobt die Präsentation: „Diese Ausstellung zeigt nicht nur die schwierigen Umstände nach Kriegsende, sondern auch, dass Menschen in dieser Situation etwas entwickeln können.“

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