Übach-Palenberg - Schüler setzen sich für den Natur- und Umweltschutz ein

Schüler setzen sich für den Natur- und Umweltschutz ein

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Übach-Palenberg. Als einzige Schule aus dem Regierungsbezirk Köln wurden die Schülerinnen und Schüler der Umwelt AG mit ihrem Lehrer Markus Köhler zur vierten NRW-Nachhaltigkeitstagung im Landtag NRW eingeladen. Den engagierten Umweltschützern wurde ermöglicht, einen Stand mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) im Landtag aufzubauen und zu gestalten, um die aktuellen Projekte und Schwerpunkte der Arbeitsgruppe zu präsentieren.

Gemeinsam mit Herrn Köhler und Frau Beckers stellten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld Plakate, Ausstellungsstücke und Informationsbroschüren zusammen, die zum Beispiel die erfolgreiche Kooperation mit dem Gaia Zoo Kerkrade dokumentieren.

Schüler sammeln alte Handys

Im Rahmen dieser Kooperation werden seit mehreren Jahren nicht mehr genutzte Handys gesammelt. Das in Handys verbaute Coltan ist ein wertvoller Rohstoff, der im Kongo abgebaut wird. Die steigende Nachfrage nach diesem Rohstoff führt einen rasanten Abbau und damit die Zerstörung des Lebensraums der Gorillas mit sich.

Seit 2013 sammeln die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums daher Handys, da durch das Recyceln von Bauteilen Energie und Rohstoffe eingespart werden. Daneben entwickelte die Umwelt AG weitere Sammelprojekte an der Schule und in der Stadt Übach-Palenberg zur Ressourcen-Schonung.

Aufgrund dieser erfolgreichen Arbeit erfolgte die Einladung zur vierten NRW-Nachhaltigkeitstagung, die in Düsseldorf stattfand. Dort startete ein breit angelegter Partizipationsprozess zur Nachhaltigkeit: Mehr als 400 Teilnehmende aus Politik, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten im Düsseldorfer Landtag über den Entwurf einer NRW-Nachhaltigkeitsstrategie.

In fünf parallelen Foren diskutierten die Teilnehmenden nach der Mittagspause wichtige Aspekte des Strategieentwurfs. Zentrale Themen waren nachhaltiges Wirtschaften, der Klimaschutz sowie die Vorstellungen Jugendlicher für ein nachhaltiges NRW in 2030.

In anderen Foren standen die Bedeutung von Forschung und Innovation für eine nachhaltige Entwicklung und die Frage nach der Messbarkeit von Nachhaltigkeit durch Ziele und Indikatoren im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler sowie die unterstützenden Lehrer zeigten sich beeindruckt von der Professionalität der Veranstaltung und nutzten die Möglichkeit sich zu informieren, zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.

Unterstützung für Projekte

Gar nicht schüchtern gaben Tommy Vi, Dilara Uslu und Emilia Terodde Interviews, gemeinsam mit Raphael Graf und Maximilian Kubicki tauschten sie sich mit anderen Jugendprojekten zur Nachhaltigkeit aus und erhielten Zuspruch und Unterstützungsangebote für weitere Projekte.

„Wir gehen voller neuer Ideen aus der Nachhaltigkeitstagung heraus“, fasst Markus Köhler zusammen. „Von fair gehandelten Lebensmitteln über Grillkohle aus Kokosnussschalen bis hin zu Nuss-Nougat-Creme ohne Palmöl – Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, gibt es reichlich.“

Er ergänzt: „Wir sind motiviert, unsere Arbeit, die einst mit dem Anlegen einer Wildblumenwiese und dem Bauen von Nistkästen begann, auch mit den nächsten Schülergenerationen fortzusetzen. So werden wir unseren Beitrag zum nachhaltigen Nordrhein-Westfalen 2030 leisten.“

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