Schüler schnuppern bei „Girl‘s&Boy‘s Day“ in die Berufswelt

Von: Markus Bienwald
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Gemeinsam mit den aktuellen Auszubildenden von Neuman & Esser erarbeiteten die teilnehmenden Schüler beim „Girls‘ & Boy‘s Day“ ihr ganz eigenes Werkstück. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Idee, den weiblichen Nachwuchs in die vielleicht noch immer männertypischen Berufe zu bringen, ist nicht ganz neu, aber immer noch attraktiv. In der Ausbildungswerkstatt des Maschinenbauunternehmens Neuman & Esser in Übach-Palenberg durften beim „Girl‘s&Boy‘s Day“ eine Handvoll Mädchen und ein paar Jungs mal in metallverarbeitende Berufe hineinschnuppern.

„Bei uns in der gewerblichen Ausbildung dürfen sie heute in die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und zum Industriemechaniker hineinschnuppern“, erklärte Ausbildungsmeister Alexander Wicke. Dabei war es am Anfang vor allem die Mischung aus dem ganz eigentümlichen, aber nicht unangenehmen Duft, dem steten Hämmern und den Schleifgeräuschen, die den Aufenthalt in einer Metallwerkstatt für die Teilnehmer zu einer neuen Erfahrung machten. Frühstück und Mittagessen waren ebenso im Programm inbegriffen wie ein Rundgang durch den Betrieb. Doch der Fokus lag natürlich auf dem handwerklichen Umgang mit dem Werkstoff Metall.

Dort, wo sonst der Nachwuchs des weltweit tätigen Unternehmens ausgebildet wird, wurde kräftig an Werkstücken aus Metall gearbeitet. Gebaut wurde am Donnerstag eine Uhr, die mit einer eigens geprägten Plakette an den Tag bei Neuman & Esser erinnerte. Für Ausbildungsmeister Wicke gab es übrigens ein bisschen weniger zu tun. Denn dort, wo künftige Industrie- und Zerspanungsmechaniker ihr schwieriges Handwerk erlernen, durften die jungen Nachwuchskräfte mal ran.

Dabei machten die unerfahrenen Schüler ihre ersten erfolgreichen Schritte der Metallbearbeitung. Auszubildende wie Charline Prokscha zeigten den Schülern, was sie schon können und leiteten die Schüler an. Unfallschutz hatte dabei natürlich oberste Priorität. So wurden lange Haare zum Zopf gebändigt, Ringe und anderer Schmuck ab- und passende Schutzbrillen angelegt.

Unter der fachkundigen Anleitung der Auszubildenden wurde dann in vielen kleinen Schritten der Metallbearbeitung mit Stichel oder Bohrer ein fertiges Werkstück geschaffen. Das Material für das Erinnerungsstück kam aus der laufenden Produktion und die Muster, wie die Teile später auszusehen hatten, wurden von den aktuellen Auszubildenden mit den Schülern erarbeitet. Selbstmachen war angesagt, es wurde geschliffen, getrieben und gedreht.

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