Geilenkirchen - Schüler präsentieren Ideen einer jugendfreundlichen Stadt

Schüler präsentieren Ideen einer jugendfreundlichen Stadt

Von: Udo Stüßer
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Rolf Schneidereit vom Institut für Stakeholder-Dialog in Köln leitete ein dreitägiges Intensivtraining in neuen Moderationstechniken für junge Leute.Sie erlernten nicht nur Moderationstechniken, sondern entwickelten ihre Vorstellungen von einer jugendfreundlichen Stadt. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Wer braucht was in Geilenkirchen? Die Jugendlichen einen Treffpunkt, Jobs und Unterhaltungsmöglichkeiten. Erwachsene wünschen sich Jugendliche, die nicht in der Gegend rumhängen, und einen Treffpunkt mit Unterhaltung.

Und Senioren freuen sich über Hilfe im Alltag, über Kontakt mit anderen Generationen und über Abwechslung. Und wie verbindet man die Bedürfnisse verschiedener Generationen? Die Jugendlichen, die an dem dreitägigen Workshop in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen teilgenommen haben, brachten die verschiedenen Bedürfnisse auf einen Nenner: Ein von Jugendlichen betriebener Mehrgenerationen-Treff ist die Lösung.

Die jungen Leute denken da an Computerkurse von Jugendlichen für Ältere, an Kochkurse von Älteren für Jugendliche und an eine kleine Bühne für Auftritte. Die Mädchen und Jungen aus der Stadt, die sich für das Seminar gemeldet hatten, entwickelten interessante Ideen, wie die Attraktivität von Geilenkirchen für junge Menschen gesteigert werden kann. Was kann eine kleine Stadt wie Geilenkirchen tun, um auch für junge Menschen dauerhaft attraktiv zu sein?

Was muss geschehen, damit Geilenkirchen ein ungewöhnlich guter Ort für junge Menschen wird? Bei diesem Workshop, der durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ finanziert wurde, ging es nicht nur darum, Antworten auf diese Fragen zu finden. Die jugendlichen Teilnehmer eigneten sich während des Workshops neueste Moderationstechniken an, die in Zukunft in Geilenkirchen bei anderen Gelegenheiten hilfreich sein können.

Die Leitung des Seminars hatte Rolf Schneidereit vom Kölner Institut für Stakeholder-Dialog übernommen. Die Ausbildung der Schüler zu jungen Moderatoren sollte kein trockener Lehrstoff sein, sondern der Lebenswelt der Jugendlichen entsprechen. Bei der Suche nach Antworten auf die gestellten Fragen erhielten die Schüler während der praktischen Ausbildung ihr Handwerkszeug für Zukunftsgestalter.

Was fehlt den Jugendlichen nun in der Stadt? Neben dem Mehrgenerationenhaus wurden an den drei Tagen Ideen für die Einrichtung einer Jobbörse für Jugendliche, eines Jugendtreffs und eines Game-Centers entwickelt. Eine andere Arbeitsgruppe wollte die Stadtpassage als Treffpunkt für Jung und Alt genutzt wissen.

Die hervorragende Präsentation wurde allerdings von einem Wermutstropfen benetzt. Der Einladung war gerade einmal eine Handvoll Zuhörer gefolgt. „Zeigt Mut und seid nicht schüchtern. Seid so frech und sagt, dass man euch einladen soll“, forderte Birgit Gerhards, Mitarbeiterin im städtischen Jugendamt und Interne Koordinatorin für das Bundesprogramm „Toleranz fördern“, die Jugendlichen auf, ihre Ideen weiter an den Mann zu bringen.

„Ihr brennt, und wenn ihr brennt, könnt ihr andere entzünden“, sprach sie ihnen Mut zu. Spontan bot Tatjana Neumann vom Stadtjugendring, einer der ganz wenigen Gäste an diesem Abend, eine Zusammenarbeit an. Zumindest ein erster kleiner Schritt für die jungen Moderatoren.

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