Schüler musizieren mit Vivaldi und mit MoTrip

Von: dawin
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Musikprojekt: Schüler der Gesamtschule interpretieren Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ auf moderne Weise. Foto: dawin

Gangelt/Selfkant-Höngen. Bisherige Grenzen werden überschritten – und das in der Gesamtschule Gangelt-Selfkant. Bei alledem gibt kein Geringerer als Antonio Vivaldi, jener berühmte Komponist der Klassik, den Ton vor. Wie kommt‘s? Nun, die ARD hat erneut ihr bundesweites Musikvermittlungsprojekt „Ein Konzert macht Schule“ gestartet und die Schulen – gemeinsam mit den angeschlossenen Rundfunkanstalten – zum Mitmachen eingeladen.

Der Sender hat dem Projekt das Motto „Vivaldi-Experiment“ gegeben. Experimentell deshalb, weil sich Hoch- und Popkultur, Klassik und Rap begegnen.

Ruth Kremers war sofort begeistert von dem Angebot, und die Klassenlehrerin, die zugleich Musik unterrichtet, bewarb sich mit ihrer 5.1b. So wurden die Jungen und Mädchen der Gesamtschule Gangelt-Selfkant mit einem Mal zu Akteuren auf der medialen Bühne.

Musikvermittlerin Katharina Höhne besuchte den Höngener Schulstandort, um gemeinsam mit Ruth Kremers und den zehn- und elfjährigen Jungen und Mädchen das zweitägige Projekt umzusetzen.

Die Beiträge, die von einem Fernsehteam aufgenommen wurden, werden Teil des Abschlusskonzertes am 30. September beim WDR in Köln sein. Für das Crossover-Unternehmen konnte der Aachener Rapper MoTrip gewonnen werden.

„Die Kinder sollen Vivaldis ,Vier Jahreszeiten‘ in einer modernen Interpretation präsentieren“, erklärt Katharina Höhne. Ziel sei es, Kinder und Jugendliche spielerisch auch an klassische Musik heranzuführen. Vivaldi als Protagonist sei geradezu prädestiniert: Er selbst habe sich auch um Jugendliche gekümmert, habe speziell für Kinder Musik komponiert und Waisen Unterricht gegeben. Außerdem habe er ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und für die Natur gehabt, seine „Vier Jahreszeiten“ seien ein klingender Beweis.

Die Schüler der 5.1b waren deshalb aufgefordert, dem Vorbild des berühmten Komponisten nachzueifern und in der Natur, diesmal zwangsläufig in der sommerlichen Jahreszeit, Eindrücke und Erkenntnisse zu sammeln. Was Vivaldi einst wohl mit Schreibstift erledigen musste, machten die Höngener Schüler zeitgemäß mit Laptop und Videokamera. So ausgerüstet, wurden auch gestellte Alltagsszenen digital festgehalten. Am Ende werden die Sequenzen mit der Musik Vivaldis unterlegt.

Höhepunkt des Projektes ist das multimediale Abschlusskonzert am 30. September, das nach Angaben von Musikvermittlerin Höhne per Live-Stream, Fernsehen oder Radio in alle Klassenzimmer übertragen wird. Gemeinsam präsentieren das Rundfunkorchester und Rapper MoTrip um 11 Uhr die „Vier Jahreszeiten“ im Original und als „Update Version 2016“ – nach Angaben von Katharina Höhne ein crossmediales Ereignis inklusive einem „Virtual Choir“. Denn aus allen als Video hochgeladenen Gesangsbeiträgen wird ein virtueller Chor gebildet, der zu den Live-Beats des Aachener Rappers auf einer riesigen Leinwand während des Konzerts zu sehen und zu hören ist.

Alte Klassik, junge Klasse. Eine Kombination, die nach den abschließenden Erkenntnissen von Lehrerin Ruth Kremers Mut macht: „Die Kinder waren sehr engagiert bei der Sache. Ich denke, dass wir mit der Aktion Interesse geweckt haben und von all dem etwas hängen bleibt.“

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