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Schüler machen es vor: Juniorwahl 2017

Von: Simone Thelen
Letzte Aktualisierung:
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Sind schon gespannt auf die Ergebnisse der Juniorwahl 2017: Lehrerin Sarka Nowak, Referendarin Maxine Trint, Schulleiter Jürgen Pallaske (hintere Reihe von links) und das Schüler-Organisationsteam des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen. Foto: Simone Thelen
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Hat sich Gedanken darüber gemacht, wo sie bei der Juniorwahl ihr Kreuzchen machen möchte: die 15-jährige Eileen Krappen aus Heinsberg.
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Präsentiert die Informationsplakate, die er mit seinen Mitschülern zur Wahl vorbereitet hat: der 17-jährige Dennis Baumann aus Haaren.
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Auch der Wahlzettel von Elisa Paul (16) aus Hastenrath wird gezählt.

Geilenkirchen. Die Schüler stehen in einer Reihe. Ruhig. Es wird nur wenig gequatscht. Ihre Wahlbenachrichtigung haben sie schon abgegeben und ihren Schülerausweis vorgezeigt. In den Händen halten sie nun ihren Stimmzettel. Links die Erststimme, rechts die Zweitstimme.

Alles ist genauso wie bei der NRW-Landtagswahl am kommenden Sonntag. Nur, dass die jungen Wähler noch nicht volljährig sind. Sie sind Schüler am Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen. Die Schule ist eine von insgesamt 16 in Nordrhein-Westfalen, die an der Juniorwahl 2017 teilnimmt. 500 Schülerinnen und Schüler schreiten zur Wahlurne.

Maxine Trint ist Referendarin am Gymnasium in Geilenkirchen. Zusammen mir Lehrerin Sarka Nowak und einem engagierten Schülerteam hat sie die Juniorwahl vorbereitet. „Mit diesem Projekt möchten wir in die politische Bildung unserer Schüler investieren und ihre Handlungskompetenz fördern. Nur theoretisch über die Landtagswahlen zu berichten, finden wir nicht sinnvoll. Darum machen wir das jetzt so realistisch wie möglich.“

Eine solche Wahl erfordert eine gute Vorbereitung. Vor allem in den Klassen 9, EF und Q1 haben sich die Schüler mit Spitzenkandidaten, über Parteiprogramme und den technischen Details der Wahl auseinandergesetzt. „Für alle übrigen Schüler haben wir Plakate und eine Informationsausstellung vorbereitet und sie damit dazu befähigt, eine differenzierte Entscheidung treffen zu können.“

Ob alle Gymnasiasten die Wahl auch tatsächlich ernst nehmen, wird sich zeigen. Schließlich ist es ja nur eine Simulation, und die Ergebnisse haben keinerlei Einfluss auf die tatsächlichen politischen Verhältnisse in Nordrhein-Westfalen. „Trotzdem wird es bestimmt interessant sein, einmal zu schauen, wie wir Schüler im Vergleich zu den tatsächlichen Ergebnissen abgestimmt haben“, meint Eileen Krappen.

Die 15-Jährige aus Heinsberg ist eine von jenen Schülerinnen, die gerade darauf warten, ihr Kreuzchen in der Wahlkabine machen zu dürfen.

„Als Experiment finde ich die Juniorwahl deshalb auch wirklich gut. Wir können uns jetzt schon daran gewöhnen, wie es später sein wird. Aber ich glaube, die Verantwortung sollten wir wirklich erst mit 18 übernehmen. Es haben sich zwar viele Schüler informiert, aber es gibt auch solche, die sich einen Spaß daraus machen möchten.“

Das sieht auch Dennis Baumann aus Haaren so. Der 17-jährige besucht die Stufe EF, die frühere Klasse 10. „Es ist schwierig zu sagen, wann das richtige Wahlalter erreicht ist.

Es kommt immer auf die persönliche Reife an. Manch einer kann mit 16 eine kompetentere Entscheidung treffen als ein anderer mit 18. Aber grundsätzlich finde ich die Volljährigkeit als Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl okay.“

Dennis Baumann ist auch einer der Schüler, die die Juniorwahl mit vorbereitet haben. „Wir haben einen Zeitplan aufgestellt, die Rollen verteilt und unter anderem auch eine Schuldurchsage vorbereitet, damit jeder Bescheid weiß, welche Unterlagen er braucht und was er tun muss.“

Bei der guten Vorbereitung kann dann auch eigentlich nichts schief gehen. Das sollte natürlich auch bei der anschließenden Auswertung der Wahlzettel so sein, die die 16-jährige Elisa Paul aus Hastenrath mit organisiert. Gespannt ist sie auch darauf, ob alle Wahlzettel gewertet werden können, oder ob es auch ungültige Stimmen geben wird.

„Darüber, wann eine Stimme gezählt wird und wann nicht, müssen wir uns noch einmal unterhalten“, meint Elisa und wird dabei sicher auch von Maxine Trint unterstützt. „Wichtig ist, dass der Wählerwille eindeutig erkennbar ist“, meint die Referendarin.

Die Ergebnisse der Juniorwahl 2017 am Gymnasium Geilenkirchen werden am kommenden Dienstag bekanntgegeben.

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