Schüler in neuen Räumen auf Einsteins Spuren

Von: Jan Mönch
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So sollen die naturwissenschaftlichen Räume aussehen. Grafik: Ingenieurbüro GPE

Übach-Palenberg. Schlecht und veraltet – die beiden Worte kamen in der Präsentation von Daniel Rieger ziemlich häufig vor. Jedenfalls so lange, wie es um den derzeitigen Zustand der naturwissenschaftlichen Räume im Übach-Palenberger Schulzentrum ging. Der Lichteinfall – schlecht. Die Elektroanlagen – veraltet. Die Akustik – schlecht. Und obendrein seien auch die Gefahrstofflüftungen teils „nicht ganz regelkonform“.

Rieger war am Dienstagabend im Übach-Palenberger Schulausschuss zu Gast, um im Namen des planenden Ingenieurbüros GPE aus Meschede (Sauerland) vorzustellen, was sich demnächst alles tun soll, um den Schülern von Real- und Gesamtschule ein zeitgemäßes Erlernen von Bio, Physik und Chemie zu ermöglichen. Und um es vorwegzunehmen: Die Politik zeigte sich mehr als angetan von dem, was da per Projektor an die Wand geworfen wurde: Von einer „ganz besonderen Aufwertung“ sprach Josef Fröschen (CDU), Heiner Weißborns (SPD) Urteil lautete: „Eine sehr gelungene und vernünftige Planung.“

Die Liste der geplanten Neuerungen ist lang und umfasst Maßnahmen an Gebäude und Gebäudeausrüstung ebenso wie an der Möblierung und an den Lehrmitteln. So will das Ingenieurbüro, das auf Schulgebäude spezialisiert ist und ausschließlich für die öffentliche Hand arbeitet, die Akustikdecken erneuern, Trennwände einziehen und Innenfenster für einen natürlichen Lichteinfall einbauen.

Die Gas-, Wasser-, Elektro- und Abwasserinstallationen werden ebenso erneuert wie die Beleuchtung und die Abluftanlagen für Gefahrstoffe. Außerdem werden neue Möbel sowie Lehrmittel angeschafft. Unterm Strich stünden unter anderem eine bessere Ausnutzung des Raumangebots, eine – auch mit Blick auf den demografischen Wandel sinnvolle – flexiblere Nutzung der Etage sowie ganz allgemein eine angenehmere Atmosphäre, versprach Rieger.

Zwei Räume stillgelegt

Dass Daniel Rieger den aktuellen Zustand von Räumen und Einrichtung so wenig vorteilhaft darstellte, hatte nichts mit Eigenmarketing zu tun, sondern deckt sich vom Tenor her recht genau mit dem Befund der Stadtverwaltung. Drei der neun aktuell vorhandenen naturwissenschaftlichen Räume stammen aus dem Jahr 1997. Die übrigen sechs wurden sogar schon 1980 eingerichtet, sind also nunmehr dreieinhalb Jahrzehnte alt. Zwei der Alt-Räume wurden aufgrund erheblicher Mängel bereits stillgelegt, zwei weitere sind laut Stadt „stark sanierungsbedürftig“. Eigentlich sind von den alten Räumen laut Erörterung der Verwaltung nur die übrigen beiden „noch dem Grunde nach nutzbar“, gleichwohl ebenfalls „altersbedingt erneuerungsbedürftig“. Der Beschluss zur Rundumerneuerung kam also wohl keinesfalls zu früh.

Fein- und Endmontage

Die nun durch das Büro vorgestellten Planungen sollen in zwei Bauabschnitten verwirklicht werden. Der erste startet Mitte Juni, also wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien, und soll Ende September abgeschlossen sein. Die beauftragten Firmen sollen die besonders lärmintensiven Arbeiten in den Sommerferien erledigen, während es anschließend nur noch um „Fein- und Endmontage“ geht. Das gleiche Vorgehen ist für kommendes Jahr vorgesehen – planmäßig wird der zweite Bauabschnitt die Firmen dann ebenfalls von Juni bis September beschäftigen.

Zunächst aber bringt das Büro GPE die Ausschreibungen hinter sich. Beauftragt werden müssen eine ganze Menge an Gewerken – von Malern und Bodenlegern über Installateure und Trockenbauer bis hin zu IT-Fachleuten. Rieger wird die beiden Bauabschnitte gemeinsam ausschreiben. Anders als bei einzelnen Ausschreibungen habe man so „absolute Kostensicherheit“.

Denn erfahrungsgemäß sei eine zwischenzeitliche Preissteigerung von fünf oder gar sechs Prozent durchaus realistisch. Und davon abgesehen sei auch damit zu rechnen, dass die Handwerker ihre Dienste zu günstigeren Konditionen anbieten, wenn sie sich gleich beide Aufträge sichern können.

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