Schüler diskutieren mit Wilfried Oellers über Europa

Von: Georg Schmitz
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Der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (Mitte) stand den Schülerinnen und Schüler der 8d des St. Ursula Gymnasiums in Geilenkirchen zum Thema Europa Rede und Antwort. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Am internationalen Europa-Projekttag unternahm der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU) eine „Rundreise“ durch mehrere Schulen im Kreis Heinsberg und beantwortete die Fragen der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Europa“.

So besuchte er auch die Klasse 8d des Bischöflichen Gymnasium St. Ursula und wurde hier von Sarka Nowak, Lehrerin für Sozialwissenschaften und Französisch und Referendarin Jana Hönmann begrüßt. „Am Europatag soll mit Schülern über Europa diskutiert werden“, sagte er und stellte die Frage: „Wie war es früher, wie ist es heute?“

Passkontrollen

Er erinnerte an die Schlagbäume und die Passkontrollen bei Grenzübertritten und warf die Frage in den Raum, wie denn die holländische Währung geheißen habe. Kein einziger Schüler wusste, dass es sich um Gulden gehandelt hatte. „Das zeigt, dass wir jetzt Europa leben“, war sich der Bundestagsabgeordnete sicher. Alle würden den gemeinsamen Euro akzeptieren. Oellers weiter: „Wenn man weiß, wie Europa früher war, weiß man das heutige Europa zu schätzen.“

Es zähle der europäische Gedanke, denn hier würden alle Menschen seit 70 Jahren in Frieden zusammenleben. „Was sind die Ziele der EU für die Zukunft?“, fragte Anna Küppers. „Die Umsetzung von einheitlichen Werten“, antwortete Oellers. Ziel sei es auch, alle EU-Staaten wirtschaftlich gleichzustellen und neue Länder zu integrieren. Daneben müsse die Akzeptanz für ein vereinigtes Europa weiter gestärkt werden.

Schüler Martin Kohlen ließ sich dann die Arbeit von Wilfried Oellers im Bundestag erläutern, bevor Jenny Weigandt wissen wollte, wie Europa das Flüchtlingsproblem zu lösen gedenke. „Hier muss eine gesamteuropäische Lösung gefunden werden“, machte Oellers klar. Die EU müsse eine sichere Grundlage schaffen. Helen Hansen fragte zum gleichen Thema, was sie persönlich für Flüchtlinge tun könne. „Eine Willkommenskultur schaffen und ihnen zeigen, dass sie bei uns freundlich empfangen werden“, erwiderte der Bundestagsabgeordnete. Man müsse den Flüchtlingen helfen, das Leid, dass sie erfahren haben zu vergessen.

„Wie ist Ihre Meinung zur Energiewende?“, fragte Jonas Esser. Oellers: „Das wird ein langwieriges Projekt und für die Übergangsphase werden wir nicht auf fossile Energieträger verzichten können, um die Grundversorgung zu gewährleisten.“ Ob denn der Kreis Heinsberg von der EU profitiere, wollte Tom Lersmacher ebenso wissen, wie Simon Gernheden nach der Bedeutung Europas für den Kreis fragte.

Für Wilfried Oellers war klar, dass die Grenzlage Vorteile bringt. Er verwies auf die vielen Niederländer, die über die Grenze nach Deutschland kämen, um hier einzukaufen. „Können wir etwas gegen die Atomkraftwerke in Belgien tun?“, fragte Kyara Meyer. „Eine direkte Einflussmöglichkeit gibt es nicht“, lautete die Antwort von Oellers. Die politischen Seite könne nur ermahnen, die Energieversorgung liege in der Zuständigkeit eines jeden Landes.

Wie er persönlich über Europa denke, wollte Nataly Ohm wissen.Es stecke ein positiver Grundgedanke dahinter, war für den MdB klar. Er erwähnte die vielen Schüleraustauschprogramme die sehr wichtig seien. Diese würden das Verständnis füreinander und über alle Grenzen hinweg fördern. Zum Schluss fragte Jule Jäger noch nach Oellers Meinung zum neuen ökologischen Jagdgesetz. „Man darf nicht unterschätzen, welche Leistung die Jäger erbringen“, lautete die Antwort. Aber bei dieser Frage müsse er passen, weil es um ein landespolitisches Thema gehe und er sich nicht damit befasst habe.

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