Schüler bauen Stadtwappen-Mosaik vorm Rathaus

Von: Georg Schmitz
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Unter fachlicher Anleitung durch Arnold Nießen und Branko Malenkovic verlegen die Azubis der Straßenbauer-Oberstufe vor dem Rathaus ein Mosaik mit dem Stadtwappen von Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vielen Menschen ist der eingezäumte Bereich vor dem Geilenkirchener Rathaus schon aufgefallen. Dort, unter einem Schutzzelt, sind flinke Hände derzeit damit beschäftigt, Stein für Stein in den Boden zu versenken.

Innerhalb von drei Tagen soll an dieser Stelle ein Mosaik des Wappens der Stadt Geilenkirchen entstehen, gefertigt von Schülern der Straßenbauer-Oberstufe des Berufskollegs Ernährung-Soziales-Technik (EST). In Zusammenarbeit mit der Straßenbauer-Innung Rurtal hat die Schule dieses außergewöhnliche Projekt in Angriff genommen. Fachliche Unterstützung erhalten die sich bei der Arbeit abwechselnden zehn Schüler des dritten Lehrjahres durch Lehrlingswart Arnold Nießen von der Rurtal-Innung sowie von den Straßenbauernmeistern Branko Malenkovic und Walter Frohn vom BGZ Simmerath.

Natürlich schauen ihre Lehrer und Oberstudienräte Christian Krause und Christoph Wilms sowie Schulleiter Rolf-Dieter Crott ebenfalls regelmäßig vorbei. Am Montag hatten Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Geilenkirchen die Planfläche mit dem Entfernen des Belags und Ausbaggern vorbereitet.

Am Mittwochmorgen standen Marc Bardenheuer, Tim Baumann, André Klohe, Philipp Possen und Pascal Znidarec pünktlich auf dem Marktplatz, um hier mit den Arbeiten zu beginnen. 3,50 x 2,40 Meter ist das Areal groß, in dem sich alsbald der Löwe und der Vogel aus dem Stadtwappen „tummeln” werden. Arnold Nießen leitet die Jungen an.

Er ist seit dem 14. Lebensjahr im Beruf und mit seinen 74 Jahren ein „alter Hase”. Nießen genießt einen Spitzenruf als Natursteinspezialist und Mosaikverleger. Das Hilfarther Emblem hat er gefertigt, Pflasterarbeiten am Haus Overbach und in Freiburg realisiert und am Bundeszollamt in Köln den Bundesadler gepflastert. „Wir sind dankbar, dass er uns in diesem Alter noch zur Verfügung steht”, lobt Walter Frohn.

„Was ich hier mache, tue ich, damit es in Zukunft noch Menschen gibt, die das können”, erklärt Arnold Nießen, warum er noch auf den Knien rutscht. Nießen hebt das Engagement von Dr. Michael Vondenhoff hervor. Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Heinsberg habe sich besonders stark für das Projekt eingesetzt. Auch die Stadt sei sofort „Feuer und Flamme” gewesen. Die Pflasterarbeiten lassen sich nur kniend erledigen.

Wichtigste Werkzeuge sind Richtlatte, Wasserwaage, Schnur und Hammer. Als Untergrund findet ein Sand-Zement-Gemisch Verwendung, in das die Steine versetzt werden. Zum Schluss schlemmen die Straßenbauer die Steine mit Pflasterfugen-Mörtel ein. Das Ergebnis von drei Tagen Pflasterarbeiten wird am Samstag um 10 Uhr im Beisein der „jungen Künstler” vorgestellt. Bürgermeister Thomas Fiedler wird den Schlussstein setzen.
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