Schrankenlose Innenstadt beschäftigt den Umwelt- und Bauausschuss

Von: Georg Schmitz
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Noch staut sich der Verkehr vor den Schranken in der Geilenkirchener Innenstadt. Doch im Jahre 2014 könnte mit dem Bau einer Unterführung begonnen werden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wird es nach dem Jahr 2014 eine schrankenlose Innenstadt geben? Sind die Zeiten der endlosen Staus dann vorbei? In der nächsten Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses der Stadt Geilenkirchen am Dienstag stellt das Ingenieurbüro Brendt drei Planalternativen zum Bau einer Bahnunterführung zwischen der Straße „An der Friedensburg” und dem Theodor-Heuss-Ring vor.

Bereits in den 60er- und 70er-Jahren dachten Stadt und Bahn über eine Beseitigung des Bahnüberganges an der Konrad-Adenauer- Straße nach.

Während der Zeit der Stadtsanierung wurden Bahnüberführung als auch Bahnunterführung diskutiert, aber seinerzeit als zu aufwändig und finanziell nicht machbar ad acta gelegt. Im Rahmen des von der Deutschen Bahn entworfenen Konzeptes zur Schließung eines Großteils von beschrankten Bahnübergängen fanden im März 2008 dann wieder Gespräche zwischen der Stadtverwaltung Geilenkirchen, der Bezirksregierung und der Bahn statt.

Hierbei präsentierte die Stadt Geilenkirchen einen im eigenen Hause entwickelten Plan für eine Bahnüberführung. Zunächst war eine Brücke über die Gleise zwischen der Friedensburg und dem Theodor-Heuss-Ring geplant. Die Bahn und das Land NRW machten immer eine komplette Schließung des Bahnübergangs in der Stadt zur Voraussetzung. Nach Konkretisierung der Planungen kristallisierte sich dann eine Bahnunterführung heraus, die Bürgermeister Andreas Borghorst in der Ratssitzung am 10. Dezember 2008 kurz bekannt gab.

Jetzt fand eine erneute Besprechung mit der Deutschen Bahn zum Bau einer Bahnunterführung bei der Bezirksregierung in Köln statt. Es konnte Einigkeit darüber erzielt werden, dass die Maßnahme die Unterstützung der Deutschen Bahn findet und es zu einer Abwicklung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz mit einer Drittelung der Kosten kommen könnte. Der städtische Anteil könnte wiederum mit Fördermitteln des Landes von 60 Prozent nach dem neuen Fördersatz bezuschusst werden. Weil die Bahnunterführung zunächst bei der Deutschen Bahn in einen Maßnahmenkatalog eingeplant werden muss, ist mit einer Vorlaufzeit von etwa fünf Jahren zu rechnen.

Mit Baubeginn des Projektes ist so im Jahre 2014 zu rechnen. Das Ingenieurbüro Brendt aus Geilenkirchen hat zwischenzeitlich drei Planungsalternativen zum Bau der Bahnunterführung entwickelt und wird diese am Dienstagabend vorstellen. Der Umwelt- und Bauausschuss soll über die Planungsalternativen diskutieren und sich letztendlich für eine Trassenführung entscheiden.

Diese wird dann dem Rat der Stadt bei der nächsten Sitzung als Beschlussvorschlag unterbreitet. Die Planungen sehen eine Unterführung der Bahnanlagen vor, beginnend ab der Straße „An der Friedensburg” und endend im Theodor-Heuss-Ring.

Bauplanverfahren

Alle drei Varianten beinhalten einen neu zu errichtenden Kreisverkehr in Höhe des Parkplatzes an der Friedensburg neben Korbwaren Hansen. Bei Variante 2 und 3 ist ebenfalls ein Kreisverkehrsplatz auf dem Theodor-Heuss-Ring zwischen City Hotel und Kreuzungsbereich Konrad-Adenauer-Straße mit Teilverwendung des Postgrundstücks vorgesehen. Die längste Variante 1 würde mit einem „unterirdischen Schlenker” nach links in Höhe des Bahnhofsvorplatzes ans Tageslicht kommen.

Für Fußgänger von diesseits nach jenseits der Bahntrasse wäre Variante 2 die günstigste Lösung, weil sie den kürzesten Weg in Anspruch nimmt. Wenn der Rat der Bahnunterführung zustimmt, soll das Bauplanverfahren zügig eingeleitet werden.
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