Übach-Palenberg - Schon sieben Photovoltaikanlagen mit der Stadt

Schon sieben Photovoltaikanlagen mit der Stadt

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:
Achim Vogelheim, Wolfgang Jung
Achim Vogelheim, Wolfgang Jungnitsch, Mark Wesoty, Hans-Peter Gatzen und Jörg Keufgens (v.r.) freuen sich über die Vermeidung an Kohlendioxid, die von der Anzeige fortlaufend ausgewiesen wird. Der Bildschirm wurde jetzt im Foyer des Übach-Palenberger Rathauses installiert.

Übach-Palenberg. Bereits seit Ende Juli speisen sieben Photovoltaikanlagen in Übach-Palenberg Strom in das öffentliche Netz ein.

An elf Standorten fangen die auf öffentlichen Dächern installierten Solar-Module das Sonnenlicht ein, um mit der daraus resultierenden Gesamtleistung von maximal 233 Kilowatt (kW) den Bedarf von etwa 62 Haushalten decken zu können.

Im Rathaus der Stadt Übach-Palenberg stellten Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und Vertreter des als Betreiber agierenden Investorenkollektivs das richtungsweisende Projekt vor. „Auf den Antrag von CDU, UWG und FDP hin haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir mit unseren Flächen machen sollen, die nixnutzig rumliegen”, schilderte jetzt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch die Anfänge des Projekts.

„Die Stadt wollte auch einen Beitrag leisten zur Senkung des Ressourcenverbrauchs fossiler Energieträger und somit zur Senkung des CO2-Ausstoßes, Kohlenstoffdioxid, beitragen”, nannte der Verwaltungschef einen weiteren Aspekt.

Der Antrag sei in der Ratssitzung vom 10. Februar 2011 eingebracht und mehrheitlich angenommen worden.

Im Hinblick auf die Haushaltslage der Stadt habe ein finanzierungskonformes Konzept entwickelt werden müssen. „Die Stadt darf nur noch Dinge machen, die Geld bringen”, bedauerte der Bürgermeister. So sei man auf die Idee gekommen, Dachflächen von öffentlichen Gebäuden zu vermieten. Dafür sei keine Kreditaufnahme erforderlich, und somit entstünden keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen und Belastungen für den Haushalt.

Auf der Suche nach geeigneten Dachflächen und einer statischen Prüfung sei die Stadt an Schulzen­trum, Gymnasium, Hauptschule Friedensstraße, Grundschule Boscheln, Feuerwehrhaus Boscheln, und den Sportheimen in Marienberg und am Bucksberg fündig geworden. Mit der „abakus solar” AG habe man nach entsprechender Ausschreibung einen kompetenten Partner gefunden.

„Die Verpachtung aller Dächer an nur einen Investor reduziert den Verwaltungsaufwand der Kommune”, nennt Andreas Jüngst vom Betreiber einen positiven Aspekt. Zum anderen könnten städtische Dachflächen, die sich aufgrund ihrer Ausrichtung und Neigung wirtschaftlich nicht als Einzelstandorte eigneten, gemeinsam mit besser geeigneten Flächen für die Solarmodule genutzt werden, fasst Andreas Jüngst zusammen.

In der Zeit von März bis Juni 2012 wurden die Photovoltaik-Anlagen auf einer Gesamtfläche von 1538 Quadratmeter installiert. Den Abschluss des im Juni 2012 begonnenen Pachtverhältnisses gab es mit der Vertragsunterzeichnung am 27. August 2012. Die Stadt Übach-Palenberg hat als Verpächter der Flächen einen Gestattungsvertrag über 20 Jahre mit dem Investor abgeschlossen. Beide Partner sehen das Projekt als richtungweisend in puncto nachhaltige Energiewirtschaft.


Dezernet Hans-Peter Gatzen sowie der Fachbereichsleiter für Hoch- und Tiefbau, Achim Vogelheim, sowie Projektleiter Jörg Keufgens lobten die „stets gute Zusammenarbeit” zwischen der Stadt und dem Solar-Unternehmen. Zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und Projektmanager Dipl. Ing. Mark Wesoty von „abakus solar” stellten eine im Eingangsbereich installierte Anzeige vor, dass die laufend aktualisierten Daten der Photovoltaik-Anlagen für die Öffentlichkeit projiziert. Auf dem Monitor sehen die Betrachter neben Bildern und animierten Grafiken unter anderem auch den Stromertrag und die CO2-Einsparung sowie eine Jahresverlaufsübersicht.
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