Übach-Palenberg - Schokolade als Botschafter für Übach-Palenberg

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Schokolade als Botschafter für Übach-Palenberg

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
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Die erste Schokolade geht vom Fließband in Ubach-Palenberg: Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, die Solent-Geschäftsführer Jürgen Esser und Stephan Walter (v.l.) haben Grund zur Freude. Foto: Solent

Übach-Palenberg. Die Schokolade aus dem Holthausener Gewerbegebiet wird den Namen der Stadt Übach-Palenberg in alle Welt tragen. Walter Pötter, der Generalbevollmächtigte der Lidl-Gruppe, ist da zuversichtlich. Er ist der Initiator der Schokoladenfabrik, der Solent GmbH & Co. KG, die am Freitag in Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Behörden feierlich in Betrieb genommen wurde.

Die neue Schoko-Fabrik - mit einem satten Gesamtinvestitionsvolumen von 65 Millionen Euro - ist ein Unternehmen der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl-Discount gehört und für dessen Vertriebsschiene in Übach-Palenberg Schokoriegel produziert und zudem Trockenfrüchte verpackt werden. Mit der Neuansiedlung entstehen - zunächst - 40 Arbeitsplätze, bis zur Mitte des nächsten Jahres kommen bis zu 20 hinzu.

„26.000 bis 28.000 Tonnen Schokomasse werden jährlich verarbeitet, das sind rund 280Millionen 100-Gramm-Tafeln”, freute sich Walter Pötter über eine Anlage, die weltweit mit zu den modernsten ihrer Art zählen dürfte. Er habe sich einen Traum erfüllt - dazu in seiner Heimatstadt, schwärmte Pötter, der gebürtige Übach-Palenberger, der seinen beruflichen Weg vom elterlichen Milchgeschäft bis zur Lidl-Spitze vor der Gästeschar eindrucksvoll skizzierte.

Nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern auch aus strategischen Überlegungen sei Übach-Palenberg als Wirtschaftsstandort geradezu ideal: In Übach-Palenberg fänden sich beste logistische Voraussetzungen mit einer Anbindung nach ganz Europa, da in Nordrhein-Westfalen und somit in unmittelbarer Nähe eine Vielzahl von Fachkräften, Laboren und Zuliefern ansässig sei. Eine Betriebserweiterung schon in absehbarer Zeit ist nach Angaben Pötters im Bereich des Wahrscheinlichen.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hörte derlei Absichten nur allzu gerne und meinte: „Ich wünsche Ihnen, dass sich Ihre Initiative und Ihre Risikobereitschaft auszahlen und dass die Schokoladenfabrik in kurzer Zeit ein florierendes und expandierendes Unternehmen wird.” Mit der Ansiedlung würden neue Arbeitsplätze geschaffen und die wirtschaftliche Infrastruktur für Übach-Palenberg und für die Region deutlich verbessert.

Jörg Aldenkott, der Geschäftsleitungsvorsitzende der MEG (auch zur Lidl-Gruppe gehörend), sowie die beiden Geschäftsführer der Solent GmbH & Co KG, Jürgen Esser und Stephan Walter, unterlegten die planerischen, baulichen und produktionstechnischen Bedeutsamkeiten des Großprojektes mit beeindruckenden Zahlen und Fakten. Insgesamt 700 Beschäftigte aus 82 Firmen waren seit dem Ersten Spatenstich am 7. März 2009 an dem Bau beteiligt.

Das Gesamtvolumen für Bau, Haustechnik, Hochregallager (mit der imposanten Höhe von 38 Metern) und Anlagentechnik beläuft sich auf rund 65 Millionen Euro. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten - das zunächst gekaufte Grundstück war zu klein und musste samt Gewerbegebiet getauscht werden - konnte das Riesenprojekt in einem engen Zeitrahmen realisiert werden. Jürgen Esser bedankte sich für die gute Zusammenarbeit bei den Behörden des Kreises Heinsberg und der Stadt Übach-Palenberg - hier insbesondere bei Paul Schmitz-Kröll, der als früherer Bürgermeister das Projekt Schokoladenfabrik maßgeblich mit auf die Schiene gesetzt hatte.

Wie Geschäftsführer Stephan Walter betonte, sollen - entsprechend dem Discountgedanken „Erstklassige Qualität zu einem günstigen Preis” - nur hochwertige Produkte das Haus verlassen. Durch einen „schlanken Prozess” würden die Nebenkosten gering gehalten. Man lege Wert auf Premium-Qualität.

Besichtigung der Anlagen

Um das Gehörte auch bildlich Revue passieren zu lassen, konnten die Gäste anschließend die Produktion besichtigen und die süße Versuchung - die es bald neben Braun auch in Weiß geben wird - genüsslich auf sich einwirken zu lassen.
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